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Du befindest dich in der Kategorie: Weihnachtsgedichte Montag, 12. November 2007
Weihnachten
Große Bäume, kleine Kugeln,
stiller Schnee und heller Klang
Schein von bunten Lichterketten,
Kinderchor und Engelsgesang
Weißt du welche Zeit ich meine?
Richtig, denn es gibt nur eine!
Schaut man aus dem Fenster hinaus,
sieht man vielleicht den Nikolaus.
Doch was Kinder noch erfreut,
passt es denn in unsere Zeit?
Stehen wir im Kaufhaustrubel,
hören wir den Kinderjubel,
der aus allen Kehlen klingt,
weil jemand Geschenke bringt.
Ist denn diese Zeit besinnlich?
Zeigt sie gar, was ist denn himmlisch?
Ist es nicht nur der Erdenrummel,
der verursacht den Familienbummel.
Menschen drängen durch die Straßen,
weil sie dies und das vergaßen.
Suchen hier und dort noch schnell Präsente,
denn wer liebt sie nicht, die teuren Geschenke?
Auf dem Weihnachtsmarkt steht alles dicht auf dicht,
friert, trinkt und hat ein Lächeln im Gesicht.
Plätzchenduft und Glühweinfahne,
wie jährlich jedermann tut ahnen!
Kinder drängen hektisch eilends durch die Gassen,
wollen noch den Nikolaus vom Studentendienst erfassen.
Wen interessiert da noch das kleine Kind,
das sich freudig strahlend in dem ärmlichen Stall befind?
Ist es nicht schon gesellschaftlicher Brauch,
daß die Weihnachtsgans füllt jeden Bauch?
Daß man vergißt wie arm war doch der Gottessohn?
In Anbetracht der Zeit, der reinste Hohn!
Geld, Geschenke, Macht und Reichtum,
finanzieller Vorteil, kapitales Arbeitstum
steht es nicht hinter dem vordergründigen Getue
und missbraucht die himmlische Weihnachtsruhe!
Menschen werdet endlich wieder still,
denn das Kind im Stall euch sagen will,
daß ihr liebt einander wie euch selbst,
gerade in der Weihnachtszeit, da gilt`s!
Rene Kohl
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