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Montag, 05. Januar 2009
Tausend Wege
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 00:03

99galleries.com

Tausend Wege

Du kannst nicht leben ohne Menschen,
die dich mögen,
Menschen, die dir von Zeit zu Zeit unaufgefordert
zu verstehen geben,
Mensch, ich hab dich gern.
Das ist von größter Bedeutung in der Ehe.
Das ist eine Lebensnotwendigkeit für ein Kind.
Eine Quelle des Glücks für einen alten Menschen.
Ein Stück Gesundheit für einen kranken Menschen.
Ein stiller Trost für einen einsamen Menschen.
Es müssen nicht teure Aufmerksamkeiten sein.
Geschenke können auch dazu missbraucht werden,
um Menschen zu betäuben,
dass keine Liebe mehr da ist.

Wahre Liebe findet tausend Wege
zum Herzen der Mitmenschen,
Wege, auf denen du dich selbst verschenkst.
gratis.

Durch tausend Fäden sind wir miteinander verbunden.
Ein Leben hängt am anderen.
Mein Leben kann sich nur entfalten mit anderen.
Ich brauche sie nicht nur, weil ich auf sie angewiesen bin
und sie so viel für mich bedeuten.
Ich brauch sie auch, weil ich so viel für sie tun kann.

Ich habe Augen, um die anderen zu sehen,
Ohren, um sie zu hören,
Füße, um zu ihnen zu gehen,
Hände, um sie ihnen zu geben
und ein Herz, um sie zu lieben.


Phil Bosmans

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Eintrag für den 01.Januar 2009

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Sonntag, 04. Januar 2009
Das Fest der Hoffnung und des Lichts
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:27

 

 

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Das Fest der Hoffnung und des Lichtes,
es rückt nun näher Tag für Tag.
Geborgenheit und Glück verspricht es,
Vertrauen, was auch kommen mag.

Legt ab die Hast, besinnt euch wieder,
was dieses Fest im Ursprung war.
Es strahlte einst ein Stern hernieder,
er leuchtet seitdem immerdar.

Er will uns wärmen, Hoffnung geben
und säen frohe Zuversicht
in jedes Erdenmenschen Leben -
vergessen wir die Botschaft nicht:

Vor lauter Jagt nach den Geschenken,
in Unrast und Geschäftigkeit,
vor lauter kurzem Alltagsdenken,
vor lauter Lärm und Heftigkeit;

Vor lauter Glanz und lauter Flimmer
und herrlichem Geschenkpapier,
vor heimeligen Kerzenschimmer,
vor lauter Fernsehspaß beim Bier.

Gedenket jener hier auf Erden,
die auf der Schattenseite sind,
der Alten, Schwachen, ausgezehrten,
der Mutter mit dem kranken Kind.

Auch jener ,die mit Hass geschlagen
in Rache die Erfüllung sehn,
und die in Wahnsinnstaten wagen,
sich an der Menschheit zu vergehen,

Lasst dieses Fest vor allen Dingen
ein Fest euch der Besinnung sein
und Frieden in die Herzen bringen
und mit ihm Kraft, um zu verzeihen.

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Die Hirten
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:24

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Gott ruft Hirten zur Krippe –

einfache Leute.

Die Hirten kommen

neugierig

erwartungsvoll

staunend.

 

Die Hirten sind hell-wach

für die Begegnung mit Gott.

 

Die Hirten sind hell- sichtig

und schauen ein Licht.

 

Die Hirten sind hell-hörig

und vernehmen Gottes Wort.

 

Die Hirten sind arm

und würden gern alles geben.

 

Die Hirten sind dankbar

und preisen Gott.

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Weihnachten
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:22

 

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Weihnachten
Es tönt herüber weither, weither,
aus der endlosen Zeit, eine Wundermähr.
Wie ein Wipfelwehn, wie ein Lispeln süß
aus dem alten Garten, dem Paradies.
Ein Stern ging auf, wie kein Stern je war,
da wurde die Nacht, wie der Tag so klar.
Eine Stimme kam aus des Himmelhöhn,
selig die Augen, die solches seh'n,
selig das Ohr dem die Stimme erklingt,
selig alles was Odem trinkt.
Denn das Wunder, der Wunder geschah,
Gott wurde Mensch, Gott ist Euch nah!
Der sein Kleid sich webt aus dem Sonnengold,
den der Sternenmantel der Nacht umrollt.
Er stieg hernieder aus Macht und Gewalt,
nahm an des Menschen Leib und Gestalt,
um selber zu fühlen Leib und Geist,
was das Menschenleben auf Erden heißt.
Da wurde süß das bittre Blut,
alles was böse war, wurde gut.
Kein Hochmut war, kein Neid auf der Welt,
nicht mehr herrschte das schlimme Geld.
Das Herz des Menschen ging liebenden Schlag,
Der Mensch war glücklich, für nur einen Tag.
Vom Übel erlöst und vom Leid befreit,
das war Weihnacht die selige Zeit.
Weihnacht, du strahlender Weltenbaum,
Weihnacht, du sehnender Gottestraum
Verklungen die Mähr, der Stern ist verblasst,
Wiedergekommen sind Leid und Last.
Bosheit kam, Liebe entwich,
Hass und Neid in die Herzen schlich.
Giftig das Blut in den Adern der Welt,
rollend geht's um das rollende Geld.
Sehnsucht schleicht an die Tür und weint,
blickt und blickt ob kein Stern erscheint.
Sehnsucht steht schon viel hundert Jahr,
wartet und wartet noch immerdar.
Störet die heilige Sehnsucht nicht,
Gott versteht, was sie lautlos spricht.
Einmal erinnert vielleicht er sich noch
seiner Menschen und neigt sich doch,
einmal vielleicht noch im Weltenraum,
lässt er uns strahlen den Weltenbaum .
Sendet vielleicht uns vom Himmel her
einmal noch einmal die Wundermähr.
Friede auf Erden, Ende dem Hass.
Freude den Menschen ohn Unterlass.
Von Euch genommen ist Bosheit und Neid,
Zu Euch gekommen ist Glück ohne Leid.
Seligkeit, Seligkeit -
Weihnacht du selige Zeit.

Ernst von Wildenbruch

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Weihnachtsabend
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:19

 

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Weihnachtsabend

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war's, durch alle Gassen scholl
der Kinderjubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr:
"Kauft, lieber Herr!" Ein magres Händchen hielt
feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.

Ich schrak empor, und beim Laternenschein
sah ich ein bleiches Kindergesicht;
wes Alters und Geschlecht es mochte sein,
erkannt ich im Vorübertreiben nicht.

Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,
noch immer hört ich, mühsam, wie es schien:
"Kauft, lieber Herr!" den Ruf ohn' Unterlass;
doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? - War's Ungeschick, war es die Scham,
am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh' meine Hand zu meiner Börse kam,
verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.

Doch als ich endlich war mit mir allein,
erfasste mich die Angst im Herzen so,
als säß' mein eigen Kind auf jenem Stein
und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

Theodor Storm

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Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:17

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Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln...

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 Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln

Die Weihnacht ihre Sterne funkeln!

Die Engel im Himmel hört man sich küssen

Und die ganze Welt riecht nach Pfeffernüssen...

 So heimlich war es die letzten Wochen,

 Die Häuser nach Mehl und Honig rochen.

 Die Dächer lagen dick verschneit

 Und fern, noch fern schien die schöne Zeit.

 Man dachte an sie kaum dann und wann.

 Mutter teigte die Kuchen an

Und Vater, dem mehr der Lehnstuhl taugte,

 Saß daneben und las und rauchte.

Da plötzlich, eh man sich's versah

Mit einem Mal war sie wieder da.

 Mitten im Zimmer steht nun der Baum!

 Man reibt sich die Augen und glaubt es kaum

Die Ketten schaukeln, die Lichter wehn,

 Herrgott, was gibt's da nicht alles zu sehn!

 Die kleinen Kügelchen und hier

Die niedlichen Krönchen aus Goldpapier!

 Und an all den grünen, glitzernden Schnürchen

All die unzähligen, kleinen Figürchen

Mohren, Schlittschuhläufer und Schwälbchen,

 Elefanten und kleine Kälbchen,

 Schornsteinfeger und trommelnde Hasen,

Dicke Kerle mit roten Nasen

Reiche Hunde und arme Schlucker

 Und Alles, Alles aus purem Zucker!

Ein alter Herr mit weißen Bäffchen

 Hängt grade unter einem Äffchen.

Und hier gar schält sich aus seinem Ei

 Ein kleiner, geflügelter Nackedei.

 Und oben, oben erst in der Krone!!

 Da hängt eine wirkliche, gelbe Kanone

 Und ein Husarenleutnant mit silbernen Tressen –

Ich glaube wahrhaftig, man kann ihn essen!

 In den offenen Mäulerchen ihre Finger,

Steh`n um den Tisch die kleinen Dinger,

 Und um die Wette mit den Kerzen

Puppern vor Freuden ihre Herzen.

Ihre großen, blauen Augen leuchten,

 In deß die unsern sich leise feuchten

Wir sind ja leider schon längst "erwachsen",

 Uns dreht sich die Welt um andre Achsen

Und zwar zumeist um unser Bureau.

Ach, nicht wie früher mehr macht uns froh

 Aus Zinkblech eine Eisenbahn,

 Ein kleines Schweinchen aus Marzipan.

 Eine Blechtrompete gefiel uns einst sehr,

 Der Reichstag interessiert uns heut mehr;

Auch sind wir verliebt in die Regeldetri

 Und spielen natürlich auch Lotterie.

 Uns quälen tausend Siebensachen

Mit einem Wort, um es kurz zu machen,

Wir sind große, verständige, vernünftige Leute!

 Nur eben heute nicht, heute, heute!

 Über uns kommt es wie ein Traum,

Ist nicht die Welt heut ein einziger Baum,

 An dem Millionen Kerzen schaukeln?

Alte Erinnerungen gaukeln

 Aus fernen Zeiten an uns vorüber

Und jede klagt: Hinüber, hinüber!

 Und ein altes Lied fällt uns wieder ein:

 O selig, o selig, ein Kind noch zu sein!

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In der Christnacht
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:15

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In der Christnacht
 
Ein Bettelkind schleicht durch die Gassen-
Der Markt läßt seine Wunder sehn:
Lichtbäumchen, Spielzeug, bunte Massen.
Das Kind blieb traumverloren stehn.
*
Aufzeuft die Brust, die leidgepresste,
Die Wimpern sinken tränenschwer.
Ein freudlos Kind am Weihnachtsfeste-
Ich weiß kein Leid, das tiefer wär.
*
Im Prunksaal gleißt beim Kerzenscheine
Der Gaben köstliches Gemisch,
Und eine reichgeputzte Kleine
Streicht gähnend um den Weihnachtstisch.
*
Das Schönste hat sie längst, das Beste,
Ihr Herz ist satt und wünscht nichts mehr.
Ein freudlos Kind am Weihnachtsfeste-
Ich weiß kein Leid, das tiefer wär.
*
Doch gälts in Wahrheit zu entscheiden,
Wer des Erbarmens Preis verdient-
Ich spräch: Das ärmste von euch beiden
Bist du, du armes, reiches Kind.
Ottokar Kernstock
Östreichischer Dichter (1848-1928)
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Herbergsuche
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:14

 

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Herbergsuche
Die Herberg hiess zum goldenen Stern
,,Mein Haus ist voll zum Bersten“,
sprach rauh der Wirt, ,,von feinem Herrn.
Wer eh kommt, malt am ersten.“
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Sankt Josef bat um Platz im Heu.
Maria sprach bescheiden:
,,Wollt allenfalls uns auf der Streu
zusamt dem Esel leiden!“
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Der Leutgeb, unwirsch, hiess sie ziehn.
,,Zum Mohren geht hinüber!“
Bei sich: ,,An solchem Pack verdien
ich keinen halben Stüber.“
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Im Mohren blieb man taub.
Im Bärn log man, der Raum sei alle.
Der Esel aber, ihn roch fern
das Heu an, schritt zum Stalle.
.
Sie littens. Und was Geiz verwehrt
den stolzen, reichen Wirt,
das Heil zu wärmen, o gewährt
dem Vieh wards und den Hirten.
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Wilhelm Szabo

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Das Dreikönigsingen
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:42

 

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Über dir geht leuchtend der Herr auf,

seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Völker wandern zu deinem Licht

und Könige zu deinem strahlenden Glanz.

l.Lesung, Jesaja 60,2-3

*

Der erste König sagt:

" Ich bringe die Kreide,

mit der wir unsere

Ankunft bei den Menschen

durch das Jahr

in Erinnerung halten wollen.

Mit dieser Kreide

schreiben wir den Segensspruch

an die Türen."

*

Der zweite König sagt:

"Ich bringe den Stern,

der uns dorthin führt,

wo wir gebraucht werden."

*

Der dritte König sagt:

"Ich bringe den Weihrauch.

Er ist sichtbares Zeichen,

daß alles zu Gott gelangt,

was wir geben

und um was wir bitten."

*

Der vierte König sagt:

"Ich habe keine besondere Gabe.

Als Sternsinger

möchte ich für alle Kinder eintreten,

denen Unrecht geschieht."

*

Geht nun hinaus

und helft ds Licht verbreiten,

das mit Jesus in die Welt

gekommen ist.

Hermann Multhaupt

*

.Heiliger Abend

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Das Segensgebet
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:19

 

 

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Das Segensgebet

*

Guter Gott,

Du sprichst durch Menschen,

Dinge und Zeichen zu uns.

Gib uns ein Gespür für Deine Sprache

in den Dingen, die uns umgeben,

und noch viel mehr für das,

was Du uns durch Menschen sagst.

*

Wir bitten Dich um Deinen Segen

für die Sternsinger und Sternsingerinnen,

die unsere Häuser und Wohnungen besuchen.

Segne ihr Reden und Tun,

damit sie selbst Segen bringen

durch die frohe Botschaft,

die sie verkünden.

*

Segne ihre Begegnungen mit den Menschen,

damit sie Wärme bringen

in die Angst und Traurigkeit,

in Einsamkeit und Verlassenheit.

*

Segne ihre Fröhlichkeit

und schenke ihnen Kraft,

das Leben anderer Menschen

hell und froh zu machen.

*

Alle, denen ihr begegnet,

segne und  beschütze der gute Gott:

der Vater, der Sohn und der heilige Geist.

E. Meixner

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