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Dienstag, 14. Dezember 2010
Winterleuchten
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Winterleuchten
Schnee fällt scheinbar richtungslos
der kleine See schon letzte Nacht gefroren.
Die Arme der Baumgerippe
greifen nach dem fahlen Leuchten
des Himmels vergeblich.
Schlafen kann ich nicht, ich suche einen Stern,
doch nur der Schnee leuchtet mir entgegen.
Schnee unter dessen Decke.
Die Bäume ihre Krallen
in den Boden schlagen.
Sebastian Trippner
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Samstag, 11. Dezember 2010
Tannengeflüster
Wenn die ersten Fröste knistern in dem Walde bei Bayrisch-Moos. Geht ein Wispern und ein Flüstern in den Tannenbäumen los. Ein Geckicher und Gesumm Ringsherum. Eine Tanne lernt Gedichte, eine Lärche hört ihr zu. Eine dicke alte Fichte sagt verdriesslich "Gebt doch Ruh!" Kerzenlicht und Weihnachtszeit sind doch noch weit. Vierundzwanzig lange Tage, wird gekräuselt und gestutzt und das Wäldchen keine Frage,wunderhübsch herausgeputzt. Wer noch fragt:" Wieso" Warum?" der ist dumm. Was das Flüstern hier bedeutet, weiß man delbst im Spatzennest, jeder Tannenbaum bereitet sich noch vor auf`s Weihnachtsfest, denn ein Weihnachtsbaum zu sein, das ist fein! verfasser unbekannt
Die Weihnachtsgeschichte einmal anders
********** Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde..... so fängt die Weihnachtsgeschichte an. ********** Was wäre, wenn sie sich so zugetragen hätte, und zwar in unserer Zeit: ********** Und wieder einmal war Josef seinen Job los. Seine Firma hatte Konkurs angemeldet, weil nicht genug Aufträge da waren. Maria, seine Frau, war im achten Monat schwanger, das Arbeitslosengeld würde vorn und hinten nicht reichen und Ersparnisse hatten sie nicht mehr. Sie hatten alles für das neue Baby ausgegeben und dazu noch einen größeren Kredit aufgenommen, um die neue Wohnung, die sie vor einem halben Jahr bezogen hatten, etwas wohnlich einzurichten. Es war zum Verzweifeln. In der näheren Umgebung wurde kein Schreiner gesucht, also musste man weiter weg suchen, wenn man Arbeit haben wollte. Maria sagte, es mache ihr nichts aus, schon wieder umzuziehen, noch gehe es ihr gut. Also, nichts wie hin zum Kiosk, sämtliche Zeitungen geholt, und die Stellenanzeigen gelesen. * Halt, hier war was: Duisburg, ungefähr eine Stunde Fahrzeit, das könnte man noch in Kauf nehmen und hier wohnen bleiben. Vielleicht würde man ihn ja nehmen. Josef rief an und bekam auch ziemlich schnell einen Termin, den er erst einmal alleine wahrnahm. Am Abend war er wieder zu Hause, mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche. Der Haken dabei war nur, die Firma hatte einen Zweitsitz in Bayern, und dort sollte er arbeiten. Am darauf folgenden Tag machten sich Josef und Maria mit ihrem klapprigen VW-Bus auf den Weg nach Süden in die bayrische Kleinstadt, um sich die Firma anzusehen und sich dort eine Wohnung zu suchen. Dort angekommen, gingen sie erst einmal essen und fragten dann den Wirt, ob er eine preiswerte Pension wüsste. Josef erzählte ihm, dass er hier in der Groß-Schreinerei arbeiten würde und, dass sie eine Wohnung suchten. Die Pension war schnell gefunden, wo beide erst mal eine Nacht schliefen, um sich am nächsten Tag auf Wohnungssuche zu machen. * Zum Frühstücken gingen sie wieder in den Gasthof, in dem sie am Abend zuvor gegessen hatten. Der Wirt begrüßte sie wie alte Bekannte und rückte auch gleich mit der Neuigkeit heraus, dass er wüsste, wo eine preiswerte Drei-Zimmer-Wohnung zu vermieten sei. Er gab Maria die Adresse. * Nach dem Frühstück fuhren beide direkt dort hin. Eine saubere und, wie es schien, sehr ruhige Wohngegend hatten sie gefunden. Schöne Einfamilienhäuser wechselten sich mit kleineren Mehrfamilienhäusern ab. Jetzt im Spätherbst sahen die Gärten etwas trostlos aus, aber im Frühjahr würde hier alles grünen und blühen. Das Haus, in dem die Wohnung zu vermieten sein sollte, war ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen und nur auf einer Klingel stand kein Name. Sie drückten auf die unterste Schelle, in der Hoffnung, dass dort der Hausmeister wohnt. Aber in diesem Haus gab es keinen Hausmeister. Alle Wohnungen waren Eigentumswohnungen, die teilweise vermietet waren, so auch die freistehende Wohnung. Zum Glück wusste der nette Herr, wem die Wohnung gehört und er rief direkt dort an. * Der Wohnungsbesitzer kam schon nach etwa 15 Minuten dort an. Sie begrüßten sich mit Handschlag und besichtigten die Wohnung. Sie war wunderschön, großzügig geschnitten, mit einem tollen Blick auf die Berge und sogar größtenteils möbliert. Die Miete war erschwinglich. Das Gehalt, welches Josef in der Probezeit erhielt, würde also reichen. Der Mietvertrag war schnell gemacht. Josef zahlte von seinem Gehalts- und Kostenvorschuss die Kaution und die erste Miete und bekam die Schlüssel ausgehändigt. Da die Firma die Umzugskosten übernehmen würde, wenn es soweit war, blieb immer noch genug Geld für die nächste Zeit übrig. Josef und Maria fuhren noch am gleichen Tag wieder nach Hause. Sie mussten ihre Wohnung kündigen, einen Teil der Möbel verkaufen, womit sie den Kredit größtenteils ablösen konnten. Nach drei Wochen konnten sie aufatmen. Einen großen Teil der Möbel hatten sie verkauft, der Kredit war komplett abgelöst. Jetzt konnte es endlich losgehen. Sie hatten noch eine Woche Zeit, den Umzug zu organisieren. * Maria packte ihre persönlichen Sachen. Die Möbel, die nicht verkauft waren und das Kinderzimmer wurden in einen Möbelwagen gepackt, den Josef sich ausgeliehen hatte. Der Bus blieb bei der Verleihfirma stehen. Mit dem konnte Josef dann zurückfahren, wenn er den Möbelwagen zurückgebracht hatte. Die Wohnung wurde noch geputzt. Die letzte Nacht schlief man auf Matratzen und am anderen Morgen ging es nach einem Frühstück, welches aus belegten Brötchen vom Bäcker und einem Liter Milch bestand, endlich in Richtung neues Zuhause. Die Fahrt verlief reibungslos und ohne größere Staus, so dass sie am Nachmittag an ihrer neuen Wohnung ankamen. Vor dem Haus standen zwei weitere Möbelwagen. Die zwei dachten sich, aha, noch mehr neue Mieter, dann sind wir ja nicht die einzigen neuen im Haus. Sie stellten das Auto in eine freie Parklücke und gingen erst einmal in die Wohnung. Schon unten im Hausflur hörten sie einen fürchterlichen Lärm, als wenn sich zwei Männer stritten, wenn nicht gar prügelten. Sie gingen hinauf und blieben verblüfft stehen. Ihre Wohnungstür stand offen, darin standen einige Leute, Möbel, die nicht da hineingehörten und jede Menge Umzugskartons. Zwei Männer schrieen sich an. Der eine hatte einen hochroten Kopf, so als ob er gleich einen Herzinfarkt bekommen würde. Zwei Frauen standen daneben und diskutierten heftig miteinander. Josef ging in die Wohnung und versuchte, die beiden Streithähne zu beruhigen. "Was machen Sie in meiner Wohnung?", fragte Josef. "Wie Ihre Wohnung? Meine", riefen beide Männer wie aus einem Mund. Jetzt versteh ich gar nichts mehr, dachte sich Josef und fragte: "Wer ist denn jetzt wer und was tun sie hier? Das ist meine Wohnung, ich habe sie vor vier Wochen gemietet. Hier ist mein Mietvertrag." Er kramte den Vertrag aus seiner Tasche und hielt ihn hoch. "Ach ja?" sagte der erste Mann, "und was ist das hier, he?" Er hatte eine Aktentasche bei sich, riss sie jetzt auf und holte auch einen Mietvertrag aus der Tasche. Der zweite Mann sagte nichts, griff in seine Jackentasche und legte ein Papier neben die anderen, das sich auch als Mietvertrag entpuppte. Genau wie Josef hatten die zwei anderen die Kaution und die erste Miete bezahlt. Der Vermieter hatte den beiden genau wie Josef die Schlüssel gegeben. Alle drei hatten die Wohnung zum gleichen Datum gemietet. * Die Polizei wurde gerufen, eine Anzeige gegen den Vermieter aufgegeben und eine Beschreibung des Vermieters von allen dreien gemacht. Sie waren absolut identisch. Es stellte sich heraus, das der "Vermieter" ein gerissener Betrüger ist, der Wohnungen anmietet, natürlich unter falschem Namen, und dann an mehrere Personen gleichzeitig weiter vermietet. Es war ein bundesweit gesuchter Betrüger, dem Josef und Maria und die beiden anderen Familien aufgesessen waren. Einer der geprellten Mieter hatte Verwandte im Ort, zu denen sie erst einmal fuhren, um dann weiter zu sehen. Die andere Familie fuhr nach einigen Telefonaten einfach wieder zurück. Sie würden erst einmal bei Verwandten unterkommen und sich von dort nach einer neuen Wohnung umsehen. Aber was war mit Josef und Maria? Sie konnten nicht mehr nach Hause, weil der größte Teil ihrer Möbel verkauft und die alte Wohnung vermietet war. Eigentlich hätten sie ja noch zwei Monate wohnen bleiben können, aber sie hatten sich mit dem Vermieter und den Nachmietern geeinigt, so dass sie schneller aus dem Mietvertrag entlassen wurden. Sie hatten auch keine Verwandten, wo sie hätten unterkommen können. Maria setzte sich ins Auto und weinte. Josef tröstete sie, so gut er konnte; er war ja selbst mit den Nerven am Ende. Nachdem sich beide etwas beruhigt hatten, fuhren sie in das Gasthaus, in dem sie auch das erste Mal, als sie hier waren, zu Abend gegessen hatten. * Der Wirt war untröstlich und jammerte: "Es ist alles meine Schuld! Ich hab ihnen gesagt, da ist was frei. Hätte ich doch bloß meinen Mund gehalten!" "Wer hätte das denn wissen können," sagte Maria zu ihm, "nun machen sie sich mal keine Vorwürfe. Irgendwie wird es schon weitergehen." "Wenn wir nur wüssten, wo wir jetzt hin sollen. Ich werde Montag meinen Job antreten und wir haben keine Wohnung. Wir können doch nicht in unserem VW-Bus leben. Und von jetzt auf gleich eine Wohnung zu finden ist bestimmt nicht leicht." "Sie können Ihre Möbel erst mal bei mir unterstellen. Ich habe einen großen Keller," bot sich der Wirt an, "und bis dahin wohnen sie erst mal in der Pension. Ich rede mit der Wirtin, dass sie ihnen einen guten Preis macht. Hoffentlich finden sie noch ein Plätzchen. Es ist zwar noch keine Ferienzeit, die beginnt erst in der nächsten Woche, aber wir sind ziemlich ausgebucht, weil in der Nachbarstadt ein Kongress stattfindet, und wenn da keine Übernachtungsmöglichkeit mehr ist, weichen die Leute in die umliegenden Orte aus. Für uns ist das natürlich eine zusätzliche Einnahmequelle, aber für sie ist das natürlich jetzt nicht so gut." In der Pension bekamen sie für diese Nacht ein Zimmer. "Ab morgen sind meine Zimmer alle belegt", sagte die Wirtin mit großem Bedauern. "Aber wir werden uns nach etwas anderem umsehen. Wir finden bestimmt was." * In dieser Nacht schlief Maria sehr schlecht. Sie hatte Angst, ihre Beine taten weh, ihr Rücken schmerzte und sie fragte sich, ob sie eine Wohnung finden würden, bevor das Kind zur Welt kommt. * Am nächsten Tag stellten sie ihre Möbel im Keller des Gasthauses unter und Josef brachte den Umzugswagen zurück. Er würde in seinem Bus schlafen und am anderen Morgen ganz früh zurückfahren. Die Wirtin bot Maria ihre Schlafcouch an für die Nacht, in der Josef nicht da war, die Maria auch dankbar annahm. Am nächsten Nachmittag, als Josef wieder zurück war, gingen sie auf Zimmer- und Wohnungssuche. Es war zum Verzweifeln. Nirgendwo auch nur das kleinste Zimmerchen, wo beide einen Platz für die Nacht gehabt hätten. Sogar die Bauern hatten alles vermietet, was sich nur vermieten ließ. Alle bedauerten es sehr, nachdem sie die ganze Geschichte gehört hatten, die Maria und Josef mit der neuen Wohnung zugestoßen war, aber machen konnten sie trotzdem nichts. Der letzte Bauer, bei dem die beiden ihr Glück versuchten, war ein etwas kauziger Mann mit einem dichten Vollbart und einer Pudelmütze auf dem Kopf. Nachdem Maria ihre Geschichte zum fünfunddreißigsten Mal erzählt hatte, bot er ihnen schließlich an: "Ich habe kein Zimmer mehr frei, aber ich sehe, ihr könnt nicht mehr. Stellt euer Auto hinter die Scheune. Ich hol euch warme Decken. Wenn es euch nichts ausmacht, im Heu zu schlafen und ab und zu mal das Geräusch einer Kuh zu hören, dürfte es für ein oder zwei Nächte gehen. Mein Stall ist sauber, er stinkt nicht, und was anderes hab ich nicht mehr. Außerdem ist es im Heu wunderbar warm. Und frühstücken könnt ihr morgens mit den anderen Gästen." * Josef und Maria freuten sich. Auch das Angebot, mit dem Bauern noch zu Abend zu essen, schlugen sie nicht ab. Es gab einen leckeren Eintopf, den beide mit gutem Appetit aßen. Bei einem Gläschen Wein wurde noch etwas geredet, bis Maria anfing, hinter vorgehaltener Hand zu gähnen. Sie verabschiedeten sich, um schlafen zu gehen. Der Bauer bemerkte, wie Maria beim Hinausgehen leise stöhnte. "Haben Sie Schmerzen? Für wann sind sie denn ausgerechnet?" fragte er Maria. Sie sagte: "Eigentlich hab´ ich noch zwei Wochen Zeit. Vielleicht sind es ja nur Vorwehen." "Bis ins Krankenhaus ist es zu weit, aber hier am Ort wohnt und praktiziert eine Hebamme, die schon viele unserer Kinder auf die Welt geholt hat. Ich werde ihr vorsorglich Bescheid sagen, dass sie sich bereit halten soll. Sollte das Kind heute Nacht schon kommen wollen, klopfen sie mich ruhig aus dem Schlaf. Ich verständige dann sofort die Hebamme." Man verabschiedete sich und als Josef und Maria sich hingelegt hatten, schliefen sie auch sofort ein. In der Nacht wurde Josef durch ein Geräusch wach und hörte ein leises Stöhnen. "Maria, was ist, hast du Schmerzen?" fragte er besorgt. Maria stöhnte wieder und sagte: "Geh zum Bauern, er soll die Hebamme holen, ich glaube, unser Kind kommt schneller, als ich dachte!" "Und morgen ist Weihnachten. Dann wird unser Baby womöglich ein Christkind," scherzte Josef. * Er zog sich Hose, Jacke und Schuhe an und rannte zum Bauernhaus, um den Bauern zu wecken. Das brauchte er nicht, denn obwohl es schon kurz nach Mitternacht war, war er noch auf. Sofort ging er zum Telefon, um die Hebamme zu informieren. Josef lief zurück zu Maria, die ganz blass und verschwitzt im Stroh lag. "Ich glaube, für die Hebamme ist es zu spät, das Kind kommt. Hol schnell heißes Wasser und ein paar Tücher und dann hilf mir bitte. "Josef tat, was Maria gesagt hatte. Als er mit den Tüchern und dem Wasser zurückkam, war das Baby schon geboren. Maria lag fix und fertig, aber glücklich lächelnd auf ihrem Strohbett und fragte: "Was ist es? Geht es dem Baby gut?" Im gleichen Moment fing der Säugling an zu schreien. Josef nabelte das Kind ab. "Es ist ein Junge, also doch ein Christkind," sagte er und man merkte, dass ihm ein dicker Kloß im Hals saß. * Er wusch den Jungen und wickelte ihn in warme Tücher, legte ihn für einen Moment in eine in der Nähe stehende Futterkrippe, um Maria beim Waschen und umkleiden zu helfen. Sie waren mit der Prozedur gerade fertig geworden und Maria hatte sich wieder hingelegt, da kamen die Hebamme, der Bauer und einige Gäste aus dem Haus, um das Wunder zu bestaunen. Keiner hatte damit gerechnet, dass ausgerechnet in dieser Nacht hier ein Kind geboren wird, dazu noch in einer Scheune, wie vor über 2000 Jahren das Christuskind. Die Hebamme scheuchte alle aus dem Stall, um Maria und das Kind zu untersuchen. Nach ein paar Minuten durften alle wieder hinein. Ein paar Gäste brachten Obst, Blumen, Teddys und Stofftiere für Mutter und Kind mit. Eine Nachbarin kam und brachte Babykleidung. Woher sie so schnell von dem Kind erfahren hatte, blieb ein Rätsel. Ein weiterer Gast brachte ein Kissen für das Kind. "So, jetzt ist aber Schluss. Mutter und Kind müssen sich ausruhen." Die Hebamme sprach ein Machtwort und meinte zu Maria: "Morgen komm ich wieder und seh´ nach ihnen beiden. Benötigen Sie noch etwas, das ich Ihnen mitbringen kann?" "Ja, die Zeitung, wir müssen doch eine Wohnung suchen," meinte Josef. "Wohnung, wer sucht eine Wohnung?" meldete sich ein Hausgast. "Wir," sagte Josef und erzählte dem Gast seine Geschichte. * Der Gast, der sich als Herr Kasper vorstellte, erklärte, dass eine Wohnung, zwar nicht hier, sondern ungefähr 20 km entfernt schon seit einiger Zeit frei stünde, die ihm gehört. Er wollte sie eigentlich für seine Tochter haben. Die lebte aber seit einem halben Jahr mit einem Mann in Amerika, den sie sehr liebte und den sie wohl auch heiraten würde, wie er erzählte. "Das darf doch nicht wahr sein, das ist ja eine Überraschung," freute sich Maria und lachte und weinte gleichzeitig. Herr Kasper sagte: "Wenn sie sich erholt haben und wieder richtig auf den Beinen sind, fahren wir, und schauen uns die Wohnung an und sie können entscheiden, ob sie sie haben wollen oder nicht. Aber jetzt ruhen sie sich erst einmal aus. Ich würde ihnen gerne mein Zimmer zur Verfügung stellen, aber darin steht nur ein schmales Bett." "Das ist schon gut so," gab Maria zur Antwort, "das Stroh ist warm, wir haben Platz und das Baby stört hier niemanden, wenn es anfängt zu schreien. Lassen sie uns noch zwei bis drei Tage Zeit, dann können wir mit ihnen fahren." So wurde es beschlossen und alle Gäste, der Bauer und auch die Hebamme gingen wieder ins Haus zurück. Dann fing das Baby an zu schreien und forderte sein Recht. Maria legte es an die Brust, so wie es ihr die Hebamme gezeigt hatte. Josef saß mit verklärtem Blick daneben und beobachtete die beiden. Irgendwann fielen ihm die Augen zu. Als er wieder wach wurde, war heller Tag und es roch nach Kaffee..... * Er staunte nicht schlecht, als er einen Tisch, zwei Stühle und ein ausgiebiges Frühstück für zwei Personen auf diesem Tisch sah. Sogar einen kleinen Tannenbaum mit einer Lichterkette und bunten Kugeln hatte der Bauer im Stall für sie aufgestellt. Sie frühstückten und Josef brachte hinterher alles ins Haus. Er bedankte sich bei allen Gästen, die noch im Frühstückszimmer saßen und ging wieder zu Frau und Kind. Als Maria wieder auf den Beinen war, fuhren sie mit Herrn Kasper in den Nachbarort, um sich die Wohnung anzusehen. Sie war nicht sehr groß, aber für die drei jungen Menschen reichte die Wohnung vollkommen. Außerdem war sie nicht zu teuer. Maria und Josef schlossen mit Herrn Kasper den Mietvertrag, bezahlten die erste Miete und konnten sofort einziehen. Die Möbel holten sie mit einem Leih-Möbelwagen aus dem Keller des netten Wirtes. Ihre andere Habe hatten sie in ihrem alten VW-Bus. Eine Woche später war die Wohnung einigermaßen eingerichtet und Maria konnte sich mit dem Baby jetzt endlich etwas ausruhen und erholen. * Josef ging seiner Arbeit als Schreiner nach, die ihm sehr gefiel. Auch das Betriebsklima war sehr gut. Wenn er abends nach Hause kam, spielte er mit dem Baby und Maria bereitete das Essen zu. Vier Wochen später, nachdem Josef seinen ersten Gehaltsscheck erhalten hatte, luden sie alle Menschen ein, die ihnen geholfen hatten. Es wurde ein sehr schöner Abend, Erinnerungen wurden ausgetauscht und es wurde sehr viel gelacht. In den Menschen aus dem Bergdorf hatten sie Freunde fürs Leben gefunden. Fortan lebten sie glücklich und sehr zufrieden in ihren neuen vier Wänden. ********
Ich will...
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Ich will, dass du mir zuhörst
ohne über mich zu urteilen.
Ich will, dass du deine Meinung sagst,
ohne mir lauter Ratschläge zu erteilen.
Ich will, dass du mir vertraust,
ohne etwas zu erwarten.
Ich will, dass du mir hilfst,
ohne für mich zu entscheiden.
Ich will, dass du mich siehst,
ohne dich in mir zu sehen.
Ich will, dass du für mich sorgst,
ohne mich zu erdrücken.
Ich will, dass du mich umarmst,
ohne mir den Atem zu nehmen.
Ich will, dass du mir Mut machst,
ohne mich zu bedrängen.
Ich will, dass du mich hälst,
ohne mich festzuhalten.
Ich will, dass du mich beschützt,
aufrichtig.
Ich will, dass du dich näherst,
doch nicht als Eindringling.
Ich will, dass du all das kennst,
was dir an mir missfällt,
dass du es akzeptierst,
versuch es nicht zu ändern.
Ich will, dass du weißt,
dass du heute auf mich zählen kannst...
Bedingungslos.
Jorge Bucay (argentina)
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Weihnachtstipps
Weihnachtstipps rund um den Christbaum Zuckerwasser hält Bäume fit... hängt nicht davon ab, wann die Bäume geschlagen werden. Forstwissenschaftler der Technischen Universität in Dresden haben in einem Versuch mit 16 Fichten (Picea abies) die alte Bauernregel widerlegt, gemäß welcher die Weihnachtsbäume ihre Nadeln bis Neujahr behalten, wenn Sie drei Tag vor dem 11. Vollmond geschnitten werden. dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Art der Aufbewahrung und der Nadelfülle. Gemäß der Wißenschaftlicher halten sich die Weihnachtsbäume am besten wenn sie klares Wasser bekommen und der Stamm eingeritzt wird oder auch einfach Zuckerwasser bekommen. den Baum trocken aufzubewahren, in Salzwasser oder feuchten Sand zu stellen und zu besprühen sind hingegen eher kontraproduktiv.
Hier einige Tips für euch Eine frisch geschlagene Fichte hat bei einer Grösse von ca. 2.50 Meter bei Wohnzimmertemperaturen einen täglichen Wasserbedarf von 1.5 Litern, welcher sich nach drei Tagen bei 0.5 Litern einpendeln dürfte. Ein mit (Zucker-)Wasser gefüllter Christbaumständer verzögert den Nadelfall erheblich. Füllt den Christbaumbehälter insbesonders während der ersten Tage regelmäßig mit Wasser auf – der Baum wird es euch danken.....
Samstag, 04. Dezember 2010
Nikolaus
"Heut stell ich meine Schuhe raus, denn morgen kommt der Nikolaus", sagt Peterle -- doch Bruder Fritz hält das für einen dummen Witz. "Du glaubst noch an den Nikolaus? Den gibt`s doch gar nicht!" ruft auch Klaus. "Ich merkte schon im vor`gen Jahr, daß Vater unser Nikolaus war!"
Der Vater? Peterle denkt: Nein, das kann doch nun bestimmt nicht sein! Der Vater schlief doch in der Nacht, als Nikolaus uns was gebracht. Ich glaub nicht, was die Brüder sagen - doch könnt ich ja die Mutter fragen.
Die Mutter weiß natürlich Rat. "Ja, Peter", sagt sie,"niemand hat den Nikolaus noch genau geseh`n, er pflegt ja nachts umherzugeh`n und braven Kindern was zu bringen. Wie aber sollt es ihm gelingen, daß jedes Kind in dieser Welt, das brav ist, sein Geschenk erhält? Zu viele sind´s, selbst Nikolaus kommt da mit einer Nacht nicht aus. Man muß ihm helfen, das ist klar. Kann sein, daß es der Vater war.
Nikolausspruch
Lieber, guter Nikolaus, bringt den Kleinen was! Laß die Großen laufen, die können sich was kaufen. Komm noch Heute in unser Haus, pack die großen Taschen aus. Setz den Esel unter`n Tisch, daß er Heu und Hafer frißt! Heu und Hafer mag er nicht, Zuckerplätzchen kriegt er nicht!
Mittwoch, 01. Dezember 2010
Morgen kommt der Weihnachtsmann
Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben. Trommel, Pfeifen und Gewehr, Fahn`und Säbel und noch mehr. Ja ein ganzes Kriegesheer, möchte ich gerne haben. * Bring uns, lieber Weihnachtsmann, bring auch morgen, bringe Musketier und Grenadier, Zottelbär und Panthertier, Roß und Esel, Schaf`und Stier, lauter schöne Dinge. * Doch du weißt ja unser´n Wunsch, kennst ja uns`re Herzen. Kinder, Vater und Mama, auch sogar der Großpapa, alle, alle sind wir da, warten dein mit Schmerzen. Text: Hoffmann von Fallersleben Melodie: Volksweise
Ich klopfe an zum heiligen Advent Lied
1. Ich klopfe an zum heiligen Advent und stehe vor der Tür. O selig, wer des Hirten Stimme kennt und eilt und öffnet mir! Ich werde Nachtmahl mit ihm halten, ihm Gnade spenden, Licht entfalten. Der ganze Himmel wird ihm aufgetan: Ich klopfe an. 2. Ich klopfe an, da draußen ist`s so kalt in dieser Winterzeit. Vom Eise starrt der finstre Tannenwald, die Welt ist eingeschneit, auch Menschenherzen sind gefroren, ich stehe vor verschloßenen Türen, wo ist ein Herz, den Heiland zu empfahn? Ich klopfe an. 3. Ich klopfe an, sähst du mir nur einmal ins treue Angesicht, den Dornenkranz, der Nägel blutig Mal, o du verwärfst mich nicht! Ich trug um dich so heiß Verlangen, ich bin so lang dich suchen gangen, vom Kreuze her komm ich die blut`ge Bahn: Ich klopfe an. 4. Ich klopfe an, der Abend ist so traut, so stille, nah und fern, die Erde schläft vom klaren Himmel schaut der lichte Abendstern; in solchen heiligen Dämmerstunden hat manches Herz mich schon gefunden; o denk, wie Nikodemus einst getan: Ich klopfe an. 5. Ich klopfe an und bringe nichts als Heil und Segen für und für. Zacchäus Glück, Marias gutes Teil, beschert ich gern auch dir, wie ich den Jüngern einst beschieden in finstrer Nacht den süßen Frieden. So möchte ich dir mit sel`gem Gruße nahn: Ich klopfe an. 6. Ich klopfe an, bist, Seele, du zu Haus, wenn dein Geliebter pocht? Blüht mir im Krug ein frischer Blumenstrauß, brennt deines Glaubens Docht? Weißt du, wie man den Freund bewirtet? Bist du geschürzet und emgürtet? Bist du bereit, mich bräutlich zu empfahn? Ich klopfe an. 7. Ich klopfe an, klopft dir dein Herze mit, bei meiner Stimme Ton? Schreckt dich der treusten Mutterliebe Tritt wie fernen Donners drohn? O hör auf deines Herzens Pochen, ich deiner Brust hat Gott gesprochen: Wach auf, der Morgen graut, bald kräht der Hahn: Ich klopfe an. 8. Ich klopfe an; sprich nicht: Es ist der Wind, er rauscht im dürren Laub. Dein Heiland ists, dein Herr, dein Gott, mein Kind. O stelle dich nicht taub; jetzt komm ich noch im sanftem Sausen, doch bald vielleicht im Sturmesbrausen. O glaub, es ist kein eitler Kinderwahn: Ich klopfe an. 9. Ich klopfe an, jetzt bin ich noch dein Gast und steh vor deiner Tür, einst, Seele, wenn du hier kein Haus mehr hast, dann klopfest du bei mir; wer hier getan nach meinem Wunsch, dem öffn`ich dort die Friedenspforte, wer mich verstieß, dem wird nicht aufgetan: Ich klopfe an. Autor. Karl Gerok (1815-1890)
White Christmas
I`m dreaming of a white Christmas Just like the ones l used to know Where the treetops glisten And children listen To hear sleigh bells in the scow. * I`m dreaming of a white Christmas with every Christmas card I write May your days be merry and bright And may all your Christmases be white. * I`m dreaming of a white Christmas With every Christmas cad I write May your days be merry and bright And may all your Christmases be white. @ Irving Berlin 1942
Still, still, still...
Still, still, still,
weils Kindllein schlafen will!
Maria tut es niedersingen,
ihre Keusche Brust darbringen,
still, still, still,
weils Kindlein schlafen will!
*
Schlaf, schlaf, schlaf,
mein Liebes Kindlein schlaf!
Die Engel tun schön musizieren,
bei dem Kindlein jubilieren.
Schlaf, schlaf, schlaf,
mein liebes Kindlein schlaf!
*
Groß, groß, groß,
die Lieb ist übergroß!
Gott hat den Himmelsthron verlassen
und muß reisen auf der Straßen.
Groß, groß, groß,
die Lieb ist übergroß!
verfasser unbekannt
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o Heiland reiß den Himmel auf
O Heiland reiß den Himmel auf, O Gott, ein Tau vom Himmel gieß, O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd, O klare Sonn, du schöner Stern, Melodie 1625 (dorisch) – Satz: Karl Marx
Ihr Kinderlein kommet
Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all, zur Krippe her kommet, in Bethlehem Stall, und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Freunde unsmacht! * O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, seht hier bei des Lichtes hellglänzendemm Strahl, in reinlichen Windeln das himmllische Kind, viel schöner und holder als Engel es sind. * Da liegt es, ach Kinder, auf Heu und auf Stroh, Maria und Josef betrachten es froh; die redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. * O beugt wie die Hirten anbetend die Knie; erhebet die Hände und danket wie sie! Stimmt freudig, ihr Kinder, wer sollt sich nicht freun, stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein! Text; Christoph von Schmid (1768-1854) Melodie; Joh.Peter Abraham Schulz ( 1749-1800)
Wer klopfet an?
Wer klopfet an? O zwei gar arme Leut! Was wollt ihr dann? O gebt uns Herberg heut! Oh, durch Gottes Lieb wir bitten, öffnet uns doch eure Hütten. O nein, nein, nein! Oh, lasset uns doch ein!, Es kann nicht sein! Wir wollen dankbar sein! Nein, es kann einmal nicht sein, da geht nur fort, ihr kommt nicht rein! * Wer vor der Tür? Ein Weib mit ihrem Mann! Was wollt ihr dann? Hört unser Bitten an! Lasset heut bei euch uns wohnen, Gott wird euch schon alles lohnen! Was zahlt ihr mir? Kein Geld besitzen wir! Dann geht von hier! Oh, öffnet uns die Tür! Ei, machet mir kein Ungestüm, da packet euch, geht woanders hin! * Da geht nur fort! oh Freund, wohin, wo aus? Ein Viehstall dort! Geh, Josef, nur hinaus! Oh, mein Kind, nach Gottes Willen mußt du schon die Armut fühlen. Jetzt packt euch fort! Oh, das sind harte Wort! Zum Viestall dort! Oh, welch ein schlechter Ort! Ei, der Ort ist gut für euch, ihr braucht nicht viel, da geht nur gleich! Überliefert
Kinderlied auf die Weihnachten
Vom Himmel hoch da komm ich her. Ich bring euch gute, neue Mer. Der guten Mer bring ich so viel, davon ich singen und sagen wil. * Euch ist ein Kindlein heut geborn, von einer Jungfrau auserkoren, ein Kindlein so zart und fein.. Das sol eur Freud und Wonne sein. *. Er ist der Herr Christ unser Gott Der wil euch fürn aus aller Not. er wil eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein * Er bringt auch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit`. Das ir mit uns im Himmelreich, solt leben nu und ewiglich. * So merket nu das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht. Da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhelt und tregt. * Des laß alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Son verehrt. * Merk auf mein Herz und sieh dort hin. Wa liegt doch in dem Krippelin? Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jbesulin? * Bis willekom du edler Gast den Sunder nicht verschmehet hast. Und kömst ins Elend her zu mir. Wi sol ich immer danken dir. * Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wi bistu worden so gering, das du da ligst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. * Und wer die Welt viel mal so weit, von Edelstein und Gold bereit`, so wer sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wigelein. * Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du König groß und reich, herprangst, als wers dein Himmelreich. * Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt macht, ehr und gut, für dir nichts gilt, nichts hilft, noch thut. * Ach mein herzliebes Jbesulin, mach dir ein rein sanft bettelin zu rungen in meines Herzen Schrein, das du nimer vergesse dein. * Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei, das rechte Sussaninne schon, mit Herzen Lust den süßen Thon. * Lob, ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Son. Des freuen sich der Engel Schar und singen uns solchs neuen Jar. Martin Luther Alte und ungekürzte Fassung
Lied des Nußknackers
König Nußknacker, so heiße ich. Harte Nüsse, die zerbeiß ich. Süße Kerne schluck ich fleißig. Doch die Schalen, ei, die schmeiß ich lieber anderen hin, weil ich doch der König bin. Aber seid nicht bang! Zwar mein Bart ist lang und mein Kopf ist dick und gar wild mein Blick; doch was tut denn das? Tu keinem Menschen was? Bin im Herzensgrund, trotz dem großen Mund, ganz ein guter Jung. Lieb Veränderung, Amüsier mich gern, wie die großen Herrn. Arbeit wird mir schwer und dann mag ich sehr frommen Kindersinn, Weil ich König bin. Heinrich Hoffmann
Macht hoch die Tür...
Macht hoch die Tür, die Tor macht macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; der halben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobt sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat. .
Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt; sein Königskron ist Heiligkeit; sein Zepter ist Barmherzigkeit. All unsre Not zum End er bringt; Der halben jauchzt, mit Freuden singt. Gelobt sei mein Gott, mein Heiland gross von Tat. .
O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat. Wohl allen Herzen ins gemein, da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat. .
Macht hoch die Tür die Tor macht weit, das Herz zum Tempel macht breit. Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud. So kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobt sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad. .
Kommt, o mein Heiland Jesus Christ; meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein. Die Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Selikeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr. .( Georg Weissel, 1590 – 1635 )
Stille Nacht - Heilige Nacht
. 1. Stille Nacht! Heilige Nacht! 2. Stille Nacht! Heilige Nacht! 3. Stille Nacht! Heilige Nacht!
4. Stille Nacht! Heilige Nacht! 5. Stille Nacht! Heilige Nacht! 6. Stille Nacht! Heilige Nacht! .
Lustig, lustig, trallala,
Weihnachtstrubel im Advent, arg viel Streß, den jeder kennt. Zeit hat keiner mehr zuviel, bei dem hochgesteckten Ziel.
Pfefferkuchen im September! Osterhasen im Dezember! Zuckerbrot und Teddybärchen und Theater- Wintermärchen.
Naschwerk gibt es allerorten. Lauf zum Kaufhaus, eil nach Horten! Schaut gut hin, was ihr da seht! Nächstes mal ist es zu spät.
Lustig, lustig, trallala, bald ist Heiligabend da.
Tannenbaum schaff schnell herbei, wenn der Wuchs nicht einerlei. Größe - wie für einen Saal! Schaut, nun sehet alle mal!
Abends gehts bei Lichterschein - schnell noch ins Geschäft hinein - und die Hintergrundmusik - lädt zum Kauf ein, spürst ein Glück!
Hast du schon die Gans bestellt, Hasenbraten für sehr viel Geld? Zum Frisör mußt auch noch hin.. Was hast alles du im Sinn?
Endlich naht das Fest der Feste! Mit den Kräften - letzte Reste - schmückst den Baum du, ziemlich matt, und du bist es restlos satt.
Lustig, lustig trallala, bald ist Heiligabend da.
Ja! Das so ist die stille Zeit, wo man brav sich macht bereit, wo die Beine schneller rennen und die Köpfe heißer brennen.
Doch dann ist es Weihnachtsmorgen. Fortgeblasen alle Sorgen! War der Jahresanfang dann, fängt der große Umtausch an.
Lustig, lustig, trallala, und das neue Jahr ist wieder da. Marianne Reepen
Das erste Licht
Das erste LichtWenn`s draußen stürmt und trübe ist,
zieht drinnen ein, ein kleines Licht.
Es leuchtet bis ins Herz hinein,
bringt Wärme uns mit seinem Schein.
Es kündigt an die Weihnachtszeit,
es sagt uns "haltet euch bereit,
der Herr hat seinen Sohn gesandt,
daß Freude sei im ganzen Land."
Drum schaut auch voll Dank in dieses Licht,
auch wenn es draußen finster ist.
Öffnet ihm eure Herzen weit,
mit ihm beginnt die Freudenzeit.
Nun strahlt auch schon das vierte Licht,
wirft seinen Glanz auf dein Gesicht,
schon bald ist es dann wie im Traum,
es leuchtet hell der Lichterbaum.
verfasser unbekannt
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Adventslichter
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Kinder kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie`s kanllt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.
*
Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel der Kapfel,
den goldbraunen Apfel.
*
Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den Knusprigen Apfel.
Volksgut aus Bayern

Brich an, du schönes Morgenlicht!
Das ist der alte Morgen nicht,
der täglich wiederkehret.
Es ist ein Leuchten in der Fern`
Es ist ein Schimmer, es ist ein Stern,
Von dem ich längst gehöret.
*
Der Himmel ist jetzt nimmer weit;
Es nahet die selige Gotteszeit
Der Freiheit und Liebe.
Wohlauf, du frohe Christenzeit,
daß jeder sich nach langem Streit
in Friedenswerke übe!
*
Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt?
Hier in der Krippe liegt ein Kind
Mit lächelnder Gebärde.
Wir grüßen dich, du Sternenheld:
Willkommen Heiland aller Welt.
Willkommen auf der Erde!
*
Daß Besuch kommt unverhofft,
daß dir jemand Himmelstorte backt
und die dicksten Nüße knackt
daß er dir ein Lied mitbringt
Und von seinen Träumen singt.
*
An Dezembertagen kann es sein,
daß Menschen plötzlich Flügel tragen
und nach Herzenswünschen fragen.
Riesen werden sanft und klein,
laden alle Zwerge ein.
Max von Schenkendorf



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"Immer ein Lichtlein mehr"
Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Haenden sie haelt,
weiss um den Segen!

Wenn es draußen friert und schneit!
Und der Christ ist nicht mehr weit!
Wie´s tuschelt in den entferntesten Ecken,
kichert und lacht!
Überall Bepackt sein, Verstecken, Vorfreude.
Wie anderen Freude man macht!
Hoffen und Wünschen webt feiernd durchs Zimmer.
Ein Heinzelmannwirken.
Im Lampenschimmer mich deucht,
ich sah einen Güldenen Schein.
Guckt da nicht Sankt Nikolaus zum Fenster herein.
Glocken erklingen in weiter Ferne.
Bratäpfelduft aus dem Ofen quall.
Am nachtklaren Himmel
schimmern die Sterne verheißungsvoll.
Und schaue das Treiben und freuen sich
mit bei der eilenden Menschen frohklingendem Schritt.
Friedvolles Hasten weit und breit.
Weihnacht ist nahe. o heimliche Zeit.
verfasser unbekannt


Advent
Noch ohne Eis ruht still der See,
trist liegen Feld und Wiesen da,
bereit schon, wie im letzten jahr,
für dieses Winters ersten Schnee.
Im Zimmer steht ein Tisch bereit,
er soll bald an den hohen Tagen
den reichgeschmückten Christbaum tragen.
Es liegt vor uns die Weihnachtszeit.
Viel Licht und Farben in der Stadt,
sie machen Herz und Sinne offen.
Und auch die Börsen, will man hoffen.
Gelobt sei, wer viele Wünsche hat!
Doch sind wir auch fürs Fest bereit?
Nebst Eis und Schnee, statt Tand und Gaben,
wollen Frieden wir und Liebe haben
und schenken Zuwendung und Zeit!
verfasser unbekannt


Im Tale sind die Blumen nun verblüht
und auf den Bergen liegt der erse Schnee.
Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht.
In Eis verwandelt ist der blaue See.
Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit
und in des Winters Kälte angstvoll gehen.
Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit
nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehen.
Es leuchten fern und sanft aus einem Land
das einstens voll von solchen Lichtern war.
Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand.
Und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar.
Verändert hat die Welt sich hundertmal
in auf und ab, doch sieh, mein Lichtlein brennt!
Durch aller Jahre Mühen, Freud und Qual.
Leuchtet es hell und schön. Es ist Advent
Hilde Fürstenberg

Adventsgestecke, Tischgestecke,
Weihnachtlich sieht es hier aus.
Der Fensterschmuck festlich und fein,
die Menschen schauen gerne herein.
Mein Besuch grüßt ein Nikolaus,
direkt vor dem Eingang hier am Haus.
Fröhlich bunt ist hier die Welt
Besinnlichkeit auch dazu zählt.
Jedoch bis zum Weihnachtsessen,
sollte man auch jene nicht vergessen,
die das nicht haben und sind allein.
Will nicht nur in Gedanken bei ihnen sein.
Wenn Mitleid allein schon helfen könnte,
sich mancher mehr Gedanken gönnte,
wie es aussieht hier auf Erden!
Muss dazu denn immer erst
Weihnachten werden?
verfasser unbekannt

Vier Kerzen
*
Eine Kerze für den Frieden,
die wir brauchen,
weil der Streit nicht ruht.
*
Für den Tag voll Traurigkeiten
eine Kerze für den Mut.
*
Eine Kerze für die Hoffnung
gegen Angst und Herzensnot,
wenn Verzagt sein unsren Glauben
heimlich zu erschüttern droht.
*
Eine Kerze, die noch bliebe
als die wichtigste der Welt:
eine Kerze für die Liebe,
voller Demut aufgestellt,
*
Daß ihr Leuchten den Verirrten
für den Rückweg ja nicht fehlt,
weil am Ende nur die Liebe
für den Menschen wirklich zählt.
Elli Michler
Aus: Ich wünsche dir ein frohes Fest,
© Don Bosco Verlag, München,
6.Aufl. 2003

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