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Dienstag, 14. Dezember 2010
Winterleuchten
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:29

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Winterleuchten
 
Schnee fällt scheinbar richtungslos
der kleine See schon letzte Nacht gefroren.
Die Arme der Baumgerippe
greifen nach dem fahlen Leuchten
des Himmels vergeblich.
Schlafen kann ich nicht, ich suche einen Stern,
doch nur der Schnee leuchtet mir entgegen.
Schnee unter dessen Decke.
Die Bäume ihre Krallen
in den Boden schlagen.
Sebastian Trippner
.

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Samstag, 11. Dezember 2010
Tannengeflüster
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 01:29

 

 

Wenn die ersten Fröste knistern in dem Walde

bei Bayrisch-Moos.

Geht ein Wispern und ein Flüstern in den Tannenbäumen los.

 Ein Geckicher und Gesumm Ringsherum.

Eine Tanne lernt Gedichte, eine Lärche hört ihr zu.

Eine dicke alte Fichte sagt verdriesslich "Gebt doch Ruh!"

Kerzenlicht und Weihnachtszeit sind doch noch weit.

Vierundzwanzig lange Tage, wird gekräuselt und gestutzt

und das Wäldchen keine Frage,wunderhübsch herausgeputzt.

Wer noch fragt:" Wieso" Warum?" der ist dumm.

Was das Flüstern hier bedeutet,

weiß man delbst im Spatzennest,

 jeder Tannenbaum bereitet sich noch vor auf`s Weihnachtsfest,

 denn ein Weihnachtsbaum zu sein, das ist fein!

verfasser unbekannt

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Die Weihnachtsgeschichte einmal anders
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 00:46

 

 

Die Weihnachtsgeschichte, einmal anders

**********

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde..... so fängt die Weihnachtsgeschichte an.

**********

Was wäre, wenn sie sich so zugetragen hätte, und zwar in unserer Zeit:

**********

Und wieder einmal war Josef seinen Job los. Seine Firma hatte Konkurs angemeldet, weil nicht genug Aufträge da waren. Maria, seine Frau, war im achten Monat schwanger, das Arbeitslosengeld würde vorn und hinten nicht reichen und Ersparnisse hatten sie nicht mehr. Sie hatten alles für das neue Baby ausgegeben und dazu noch einen größeren Kredit aufgenommen, um die neue Wohnung, die sie vor einem halben Jahr bezogen hatten, etwas wohnlich einzurichten.

Es war zum Verzweifeln. In der näheren Umgebung wurde kein Schreiner gesucht, also musste man weiter weg suchen, wenn man Arbeit haben wollte. Maria sagte, es mache ihr nichts aus, schon wieder umzuziehen, noch gehe es ihr gut.

Also, nichts wie hin zum Kiosk, sämtliche Zeitungen geholt, und die Stellenanzeigen gelesen.

*

Halt, hier war was: Duisburg, ungefähr eine Stunde Fahrzeit, das könnte man noch in Kauf nehmen und hier wohnen bleiben. Vielleicht würde man ihn ja nehmen. Josef rief an und bekam auch ziemlich schnell einen Termin, den er erst einmal alleine wahrnahm. Am Abend war er wieder zu Hause, mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche. Der Haken dabei war nur, die Firma hatte einen Zweitsitz in Bayern, und dort sollte er arbeiten. Am darauf folgenden Tag machten sich Josef und Maria mit ihrem klapprigen VW-Bus auf den Weg nach Süden in die bayrische Kleinstadt, um sich die Firma anzusehen und sich dort eine Wohnung zu suchen.

Dort angekommen, gingen sie erst einmal essen und fragten dann den Wirt, ob er eine preiswerte Pension wüsste. Josef erzählte ihm, dass er hier in der Groß-Schreinerei arbeiten würde und, dass sie eine Wohnung suchten. Die Pension war schnell gefunden, wo beide erst mal eine Nacht schliefen, um sich am nächsten Tag auf Wohnungssuche zu machen.

*

Zum Frühstücken gingen sie wieder in den Gasthof, in dem sie am Abend zuvor gegessen hatten. Der Wirt begrüßte sie wie alte Bekannte und rückte auch gleich mit der Neuigkeit heraus, dass er wüsste, wo eine preiswerte Drei-Zimmer-Wohnung zu vermieten sei. Er gab Maria die Adresse.

*

Nach dem Frühstück fuhren beide direkt dort hin. Eine saubere und, wie es schien, sehr ruhige Wohngegend hatten sie gefunden. Schöne Einfamilienhäuser wechselten sich mit kleineren Mehrfamilienhäusern ab. Jetzt im Spätherbst sahen die Gärten etwas trostlos aus, aber im Frühjahr würde hier alles grünen und blühen. Das Haus, in dem die Wohnung zu vermieten sein sollte, war ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen und nur auf einer Klingel stand kein Name. Sie drückten auf die unterste Schelle, in der Hoffnung, dass dort der Hausmeister wohnt. Aber in diesem Haus gab es keinen Hausmeister. Alle Wohnungen waren Eigentumswohnungen, die teilweise vermietet waren, so auch die freistehende Wohnung. Zum Glück wusste der nette Herr, wem die Wohnung gehört und er rief direkt dort an.

*

Der Wohnungsbesitzer kam schon nach etwa 15 Minuten dort an. Sie begrüßten sich mit Handschlag und besichtigten die Wohnung. Sie war wunderschön, großzügig geschnitten, mit einem tollen Blick auf die Berge und sogar größtenteils möbliert. Die Miete war erschwinglich. Das Gehalt, welches Josef in der Probezeit erhielt, würde also reichen.

Der Mietvertrag war schnell gemacht. Josef zahlte von seinem Gehalts- und Kostenvorschuss die Kaution und die erste Miete und bekam die Schlüssel ausgehändigt. Da die Firma die Umzugskosten übernehmen würde, wenn es soweit war, blieb immer noch genug Geld für die nächste Zeit übrig.

Josef und Maria fuhren noch am gleichen Tag wieder nach Hause. Sie mussten ihre Wohnung kündigen, einen Teil der Möbel verkaufen, womit sie den Kredit größtenteils ablösen konnten. Nach drei Wochen konnten sie aufatmen. Einen großen Teil der Möbel hatten sie verkauft, der Kredit war komplett abgelöst. Jetzt konnte es endlich losgehen. Sie hatten noch eine Woche Zeit, den Umzug zu organisieren.

*

Maria packte ihre persönlichen Sachen. Die Möbel, die nicht verkauft waren und das Kinderzimmer wurden in einen Möbelwagen gepackt, den Josef sich ausgeliehen hatte. Der Bus blieb bei der Verleihfirma stehen. Mit dem konnte Josef dann zurückfahren, wenn er den Möbelwagen zurückgebracht hatte.

Die Wohnung wurde noch geputzt. Die letzte Nacht schlief man auf Matratzen und am anderen Morgen ging es nach einem Frühstück, welches aus belegten Brötchen vom Bäcker und einem Liter Milch bestand, endlich in Richtung neues Zuhause.

Die Fahrt verlief reibungslos und ohne größere Staus, so dass sie am Nachmittag an ihrer neuen Wohnung ankamen.

Vor dem Haus standen zwei weitere Möbelwagen. Die zwei dachten sich, aha, noch mehr neue Mieter, dann sind wir ja nicht die einzigen neuen im Haus. Sie stellten das Auto in eine freie Parklücke und gingen erst einmal in die Wohnung.

Schon unten im Hausflur hörten sie einen fürchterlichen Lärm, als wenn sich zwei Männer stritten, wenn nicht gar prügelten. Sie gingen hinauf und blieben verblüfft stehen.

Ihre Wohnungstür stand offen, darin standen einige Leute, Möbel, die nicht da hineingehörten und jede Menge Umzugskartons. Zwei Männer schrieen sich an. Der eine hatte einen hochroten Kopf, so als ob er gleich einen Herzinfarkt bekommen würde. Zwei Frauen standen daneben und diskutierten heftig miteinander.

Josef ging in die Wohnung und versuchte, die beiden Streithähne zu beruhigen.

"Was machen Sie in meiner Wohnung?", fragte Josef. "Wie Ihre Wohnung? Meine", riefen beide Männer wie aus einem Mund.

Jetzt versteh ich gar nichts mehr, dachte sich Josef und fragte: "Wer ist denn jetzt wer und was tun sie hier? Das ist meine Wohnung, ich habe sie vor vier Wochen gemietet. Hier ist mein Mietvertrag." Er kramte den Vertrag aus seiner Tasche und hielt ihn hoch.

"Ach ja?" sagte der erste Mann, "und was ist das hier, he?" Er hatte eine Aktentasche bei sich, riss sie jetzt auf und holte auch einen Mietvertrag aus der Tasche. Der zweite Mann sagte nichts, griff in seine Jackentasche und legte ein Papier neben die anderen, das sich auch als Mietvertrag entpuppte.

Genau wie Josef hatten die zwei anderen die Kaution und die erste Miete bezahlt. Der Vermieter hatte den beiden genau wie Josef die Schlüssel gegeben. Alle drei hatten die Wohnung zum gleichen Datum gemietet.

*

Die Polizei wurde gerufen, eine Anzeige gegen den Vermieter aufgegeben und eine Beschreibung des Vermieters von allen dreien gemacht. Sie waren absolut identisch.

Es stellte sich heraus, das der "Vermieter" ein gerissener Betrüger ist, der Wohnungen anmietet, natürlich unter falschem Namen, und dann an mehrere Personen gleichzeitig weiter vermietet. Es war ein bundesweit gesuchter Betrüger, dem Josef und Maria und die beiden anderen Familien aufgesessen waren.

Einer der geprellten Mieter hatte Verwandte im Ort, zu denen sie erst einmal fuhren, um dann weiter zu sehen. Die andere Familie fuhr nach einigen Telefonaten einfach wieder zurück. Sie würden erst einmal bei Verwandten unterkommen und sich von dort nach einer neuen Wohnung umsehen.

Aber was war mit Josef und Maria?

Sie konnten nicht mehr nach Hause, weil der größte Teil ihrer Möbel verkauft und die alte Wohnung vermietet war. Eigentlich hätten sie ja noch zwei Monate wohnen bleiben können, aber sie hatten sich mit dem Vermieter und den Nachmietern geeinigt, so dass sie schneller aus dem Mietvertrag entlassen wurden. Sie hatten auch keine Verwandten, wo sie hätten unterkommen können. Maria setzte sich ins Auto und weinte. Josef tröstete sie, so gut er konnte; er war ja selbst mit den Nerven am Ende. Nachdem sich beide etwas beruhigt hatten, fuhren sie in das Gasthaus, in dem sie auch das erste Mal, als sie hier waren, zu Abend gegessen hatten.

*

Der Wirt war untröstlich und jammerte: "Es ist alles meine Schuld! Ich hab ihnen gesagt, da ist was frei. Hätte ich doch bloß meinen Mund gehalten!"

"Wer hätte das denn wissen können," sagte Maria zu ihm, "nun machen sie sich mal keine Vorwürfe. Irgendwie wird es schon weitergehen." "Wenn wir nur wüssten, wo wir jetzt hin sollen. Ich werde Montag meinen Job antreten und wir haben keine Wohnung. Wir können doch nicht in unserem VW-Bus leben. Und von jetzt auf gleich eine Wohnung zu finden ist bestimmt nicht leicht."

"Sie können Ihre Möbel erst mal bei mir unterstellen. Ich habe einen großen Keller," bot sich der Wirt an, "und bis dahin wohnen sie erst mal in der Pension. Ich rede mit der Wirtin, dass sie ihnen einen guten Preis macht. Hoffentlich finden sie noch ein Plätzchen. Es ist zwar noch keine Ferienzeit, die beginnt erst in der nächsten Woche, aber wir sind ziemlich ausgebucht, weil in der Nachbarstadt ein Kongress stattfindet, und wenn da keine Übernachtungsmöglichkeit mehr ist, weichen die Leute in die umliegenden Orte aus. Für uns ist das natürlich eine zusätzliche Einnahmequelle, aber für sie ist das natürlich jetzt nicht so gut."

In der Pension bekamen sie für diese Nacht ein Zimmer. "Ab morgen sind meine Zimmer alle belegt", sagte die Wirtin mit großem Bedauern. "Aber wir werden uns nach etwas anderem umsehen. Wir finden bestimmt was."

*

In dieser Nacht schlief Maria sehr schlecht. Sie hatte Angst, ihre Beine taten weh, ihr Rücken schmerzte und sie fragte sich, ob sie eine Wohnung finden würden, bevor das Kind zur Welt kommt.

*

Am nächsten Tag stellten sie ihre Möbel im Keller des Gasthauses unter und Josef brachte den Umzugswagen zurück. Er würde in seinem Bus schlafen und am anderen Morgen ganz früh zurückfahren. Die Wirtin bot Maria ihre Schlafcouch an für die Nacht, in der Josef nicht da war, die Maria auch dankbar annahm.

Am nächsten Nachmittag, als Josef wieder zurück war, gingen sie auf Zimmer- und Wohnungssuche. Es war zum Verzweifeln. Nirgendwo auch nur das kleinste Zimmerchen, wo beide einen Platz für die Nacht gehabt hätten. Sogar die Bauern hatten alles vermietet, was sich nur vermieten ließ.

Alle bedauerten es sehr, nachdem sie die ganze Geschichte gehört hatten, die Maria und Josef mit der neuen Wohnung zugestoßen war, aber machen konnten sie trotzdem nichts. Der letzte Bauer, bei dem die beiden ihr Glück versuchten, war ein etwas kauziger Mann mit einem dichten Vollbart und einer Pudelmütze auf dem Kopf.

Nachdem Maria ihre Geschichte zum fünfunddreißigsten Mal erzählt hatte, bot er ihnen schließlich an: "Ich habe kein Zimmer mehr frei, aber ich sehe, ihr könnt nicht mehr. Stellt euer Auto hinter die Scheune. Ich hol euch warme Decken. Wenn es euch nichts ausmacht, im Heu zu schlafen und ab und zu mal das Geräusch einer Kuh zu hören, dürfte es für ein oder zwei Nächte gehen. Mein Stall ist sauber, er stinkt nicht, und was anderes hab ich nicht mehr. Außerdem ist es im Heu wunderbar warm. Und frühstücken könnt ihr morgens mit den anderen Gästen."

*

Josef und Maria freuten sich. Auch das Angebot, mit dem Bauern noch zu Abend zu essen, schlugen sie nicht ab. Es gab einen leckeren Eintopf, den beide mit gutem Appetit aßen. Bei einem Gläschen Wein wurde noch etwas geredet, bis Maria anfing, hinter vorgehaltener Hand zu gähnen. Sie verabschiedeten sich, um schlafen zu gehen.

Der Bauer bemerkte, wie Maria beim Hinausgehen leise stöhnte. "Haben Sie Schmerzen? Für wann sind sie denn ausgerechnet?" fragte er Maria. Sie sagte: "Eigentlich hab´ ich noch zwei Wochen Zeit. Vielleicht sind es ja nur Vorwehen." "Bis ins Krankenhaus ist es zu weit, aber hier am Ort wohnt und praktiziert eine Hebamme, die schon viele unserer Kinder auf die Welt geholt hat. Ich werde ihr vorsorglich Bescheid sagen, dass sie sich bereit halten soll. Sollte das Kind heute Nacht schon kommen wollen, klopfen sie mich ruhig aus dem Schlaf. Ich verständige dann sofort die Hebamme."

Man verabschiedete sich und als Josef und Maria sich hingelegt hatten, schliefen sie auch sofort ein.

In der Nacht wurde Josef durch ein Geräusch wach und hörte ein leises Stöhnen. "Maria, was ist, hast du Schmerzen?" fragte er besorgt. Maria stöhnte wieder und sagte: "Geh zum Bauern, er soll die Hebamme holen, ich glaube, unser Kind kommt schneller, als ich dachte!" "Und morgen ist Weihnachten. Dann wird unser Baby womöglich ein Christkind," scherzte Josef.

*

Er zog sich Hose, Jacke und Schuhe an und rannte zum Bauernhaus, um den Bauern zu wecken. Das brauchte er nicht, denn obwohl es schon kurz nach Mitternacht war, war er noch auf. Sofort ging er zum Telefon, um die Hebamme zu informieren.

Josef lief zurück zu Maria, die ganz blass und verschwitzt im Stroh lag. "Ich glaube, für die Hebamme ist es zu spät, das Kind kommt. Hol schnell heißes Wasser und ein paar Tücher und dann hilf mir bitte. "Josef tat, was Maria gesagt hatte. Als er mit den Tüchern und dem Wasser zurückkam, war das Baby schon geboren. Maria lag fix und fertig, aber glücklich lächelnd auf ihrem Strohbett und fragte: "Was ist es? Geht es dem Baby gut?"

Im gleichen Moment fing der Säugling an zu schreien. Josef nabelte das Kind ab. "Es ist ein Junge, also doch ein Christkind," sagte er und man merkte, dass ihm ein dicker Kloß im Hals saß.

*

Er wusch den Jungen und wickelte ihn in warme Tücher, legte ihn für einen Moment in eine in der Nähe stehende Futterkrippe, um Maria beim Waschen und umkleiden zu helfen. Sie waren mit der Prozedur gerade fertig geworden und Maria hatte sich wieder hingelegt, da kamen die Hebamme, der Bauer und einige Gäste aus dem Haus, um das Wunder zu bestaunen.

Keiner hatte damit gerechnet, dass ausgerechnet in dieser Nacht hier ein Kind geboren wird, dazu noch in einer Scheune, wie vor über 2000 Jahren das Christuskind. Die Hebamme scheuchte alle aus dem Stall, um Maria und das Kind zu untersuchen. Nach ein paar Minuten durften alle wieder hinein. Ein paar Gäste brachten Obst, Blumen, Teddys und Stofftiere für Mutter und Kind mit. Eine Nachbarin kam und brachte Babykleidung. Woher sie so schnell von dem Kind erfahren hatte, blieb ein Rätsel. Ein weiterer Gast brachte ein Kissen für das Kind.

"So, jetzt ist aber Schluss. Mutter und Kind müssen sich ausruhen." Die Hebamme sprach ein Machtwort und meinte zu Maria: "Morgen komm ich wieder und seh´ nach ihnen beiden. Benötigen Sie noch etwas, das ich Ihnen mitbringen kann?" "Ja, die Zeitung, wir müssen doch eine Wohnung suchen," meinte Josef.

"Wohnung, wer sucht eine Wohnung?" meldete sich ein Hausgast. "Wir," sagte Josef und erzählte dem Gast seine Geschichte.

*

Der Gast, der sich als Herr Kasper vorstellte, erklärte, dass eine Wohnung, zwar nicht hier, sondern ungefähr 20 km entfernt schon seit einiger Zeit frei stünde, die ihm gehört. Er wollte sie eigentlich für seine Tochter haben. Die lebte aber seit einem halben Jahr mit einem Mann in Amerika, den sie sehr liebte und den sie wohl auch heiraten würde, wie er erzählte.

"Das darf doch nicht wahr sein, das ist ja eine Überraschung," freute sich Maria und lachte und weinte gleichzeitig. Herr Kasper sagte: "Wenn sie sich erholt haben und wieder richtig auf den Beinen sind, fahren wir, und schauen uns die Wohnung an und sie können entscheiden, ob sie sie haben wollen oder nicht. Aber jetzt ruhen sie sich erst einmal aus. Ich würde ihnen gerne mein Zimmer zur Verfügung stellen, aber darin steht nur ein schmales Bett." "Das ist schon gut so," gab Maria zur Antwort, "das Stroh ist warm, wir haben Platz und das Baby stört hier niemanden, wenn es anfängt zu schreien. Lassen sie uns noch zwei bis drei Tage Zeit, dann können wir mit ihnen fahren." So wurde es beschlossen und alle Gäste, der Bauer und auch die Hebamme gingen wieder ins Haus zurück. Dann fing das Baby an zu schreien und forderte sein Recht. Maria legte es an die Brust, so wie es ihr die Hebamme gezeigt hatte.

Josef saß mit verklärtem Blick daneben und beobachtete die beiden. Irgendwann fielen ihm die Augen zu. Als er wieder wach wurde, war heller Tag und es roch nach Kaffee.....

*

Er staunte nicht schlecht, als er einen Tisch, zwei Stühle und ein ausgiebiges Frühstück für zwei Personen auf diesem Tisch sah. Sogar einen kleinen Tannenbaum mit einer Lichterkette und bunten Kugeln hatte der Bauer im Stall für sie aufgestellt. Sie frühstückten und Josef brachte hinterher alles ins Haus. Er bedankte sich bei allen Gästen, die noch im Frühstückszimmer saßen und ging wieder zu Frau und Kind.

Als Maria wieder auf den Beinen war, fuhren sie mit Herrn Kasper in den Nachbarort, um sich die Wohnung anzusehen. Sie war nicht sehr groß, aber für die drei jungen Menschen reichte die Wohnung vollkommen. Außerdem war sie nicht zu teuer.

Maria und Josef schlossen mit Herrn Kasper den Mietvertrag, bezahlten die erste Miete und konnten sofort einziehen. Die Möbel holten sie mit einem Leih-Möbelwagen aus dem Keller des netten Wirtes. Ihre andere Habe hatten sie in ihrem alten VW-Bus.

Eine Woche später war die Wohnung einigermaßen eingerichtet und Maria konnte sich mit dem Baby jetzt endlich etwas ausruhen und erholen.

*

Josef ging seiner Arbeit als Schreiner nach, die ihm sehr gefiel. Auch das Betriebsklima war sehr gut. Wenn er abends nach Hause kam, spielte er mit dem Baby und Maria bereitete das Essen zu.

Vier Wochen später, nachdem Josef seinen ersten Gehaltsscheck erhalten hatte, luden sie alle Menschen ein, die ihnen geholfen hatten.

Es wurde ein sehr schöner Abend, Erinnerungen wurden ausgetauscht und es wurde sehr viel gelacht. In den Menschen aus dem Bergdorf hatten sie Freunde fürs Leben gefunden.

Fortan lebten sie glücklich und sehr zufrieden in ihren neuen vier Wänden.

********

 

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Ich will...
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 00:44

 

 
.
Ich will, dass du mir zuhörst
ohne über mich zu urteilen.
Ich will, dass du deine Meinung sagst,
ohne mir lauter Ratschläge zu erteilen.
Ich will, dass du mir vertraust,
ohne etwas zu erwarten.
Ich will, dass du mir hilfst,
ohne für mich zu entscheiden.
Ich will, dass du mich siehst,
ohne dich in mir zu sehen.
Ich will, dass du für mich sorgst,
 ohne mich zu erdrücken.
Ich will, dass du mich umarmst,
ohne mir den Atem zu nehmen.
Ich will, dass du mir Mut machst,
 ohne mich zu bedrängen.
Ich will, dass du mich hälst,
ohne mich festzuhalten.
Ich will, dass du mich beschützt,
aufrichtig.
Ich will, dass du dich näherst,
 doch nicht als Eindringling.
Ich will, dass du all das kennst,
was dir an mir missfällt,
dass du es akzeptierst,
 versuch es nicht zu ändern.
Ich will, dass du weißt,
dass du heute auf mich zählen kannst...
Bedingungslos.
Jorge Bucay (argentina)
.

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Weihnachtstipps
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 00:13

 

Weihnachtstipps rund um den Christbaum

Zuckerwasser hält Bäume fit...

Ob sich die Nadeln am Christbaum halten,

hängt nicht davon ab,

wann die Bäume geschlagen werden.

Forstwissenschaftler

der Technischen Universität in Dresden

haben in einem Versuch mit 16 Fichten

 (Picea abies) die alte Bauernregel widerlegt,

gemäß welcher die Weihnachtsbäume

ihre Nadeln bis Neujahr behalten,

wenn Sie drei Tag vor dem 11. Vollmond

 geschnitten werden.

Vielmehr wurde in dem Versuch aufgezeigt,

dass es einen Zusammenhang gibt zwischen

 der Art der Aufbewahrung

und der Nadelfülle.

 Gemäß der Wißenschaftlicher

 halten sich die Weihnachtsbäume am besten

wenn sie klares Wasser bekommen

und der Stamm eingeritzt wird

oder auch einfach Zuckerwasser bekommen.

Die Empfehlungen mancher Baumverkäufer

den Baum trocken aufzubewahren,

in Salzwasser oder feuchten Sand zu stellen

und zu besprühen sind hingegen eher kontraproduktiv.

 

 Hier einige Tips für euch

Eine frisch geschlagene Fichte

hat bei einer Grösse von ca. 2.50 Meter

bei Wohnzimmertemperaturen

einen täglichen Wasserbedarf von 1.5 Litern,

 welcher sich nach drei Tagen bei 0.5 Litern

einpendeln dürfte.

Ein mit (Zucker-)Wasser gefüllter Christbaumständer

verzögert den Nadelfall erheblich.

Füllt den Christbaumbehälter insbesonders

während der ersten Tage

 regelmäßig mit Wasser auf –

 der Baum wird es euch danken.....

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Samstag, 04. Dezember 2010
Nikolaus
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 23:46

"Heut stell ich meine Schuhe raus,

denn morgen kommt der Nikolaus",

sagt Peterle -- doch Bruder Fritz

hält das für einen dummen Witz.

"Du glaubst noch an den Nikolaus?

Den gibt`s doch gar nicht!" ruft auch Klaus.

"Ich merkte schon im vor`gen Jahr,

daß Vater unser Nikolaus war!"

Der Vater? Peterle denkt: Nein,

das kann doch nun bestimmt nicht sein!

Der Vater schlief doch in der Nacht,

als Nikolaus uns was gebracht.

Ich glaub nicht, was die Brüder sagen -

doch könnt ich ja die Mutter fragen.

Die Mutter weiß natürlich Rat.

"Ja, Peter", sagt sie,"niemand hat

den Nikolaus noch genau geseh`n,

er pflegt ja nachts umherzugeh`n

und braven Kindern was zu bringen.

Wie aber sollt es ihm gelingen,

daß jedes Kind in dieser Welt,

das brav ist, sein Geschenk erhält?

Zu viele sind´s, selbst Nikolaus

kommt da mit einer Nacht nicht aus.

Man muß ihm helfen, das ist klar.

Kann sein, daß es der Vater war.

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Nikolausspruch
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 23:34

 

Lieber, guter Nikolaus,

bringt den Kleinen was!

Laß die Großen laufen,

die können sich was kaufen.

Komm noch Heute in unser Haus,

pack die großen Taschen aus.

Setz den Esel unter`n Tisch,

daß er Heu und Hafer frißt!

Heu und Hafer mag er nicht,

Zuckerplätzchen kriegt er nicht!

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Mittwoch, 01. Dezember 2010
Morgen kommt der Weihnachtsmann
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:58

Morgen kommt der Weihnachtsmann,

kommt mit seinen Gaben.

Trommel, Pfeifen und Gewehr,

Fahn`und Säbel und noch mehr.

Ja ein ganzes Kriegesheer,

möchte ich gerne haben.

*

Bring uns, lieber Weihnachtsmann,

bring auch morgen, bringe

Musketier und Grenadier,

Zottelbär und Panthertier,

Roß und Esel, Schaf`und Stier,

lauter schöne Dinge.

*

Doch du weißt ja

unser´n Wunsch,

kennst ja uns`re Herzen.

Kinder, Vater und Mama,

auch sogar der Großpapa,

alle, alle sind wir da,

warten dein mit Schmerzen.

Text: Hoffmann von Fallersleben

Melodie: Volksweise

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Ich klopfe an zum heiligen Advent Lied
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:37

1.

Ich klopfe an zum heiligen Advent

und stehe vor der Tür.

O selig, wer des Hirten Stimme kennt

und eilt und öffnet mir!

Ich werde Nachtmahl mit ihm halten,

ihm Gnade spenden, Licht entfalten.

Der ganze Himmel wird ihm aufgetan:

Ich klopfe an.

2.

Ich klopfe an, da draußen ist`s so kalt

in dieser Winterzeit.

Vom Eise starrt der finstre Tannenwald,

die Welt ist eingeschneit,

auch Menschenherzen sind gefroren,

ich stehe vor verschloßenen Türen,

wo ist ein Herz, den Heiland zu empfahn?

Ich klopfe an.

3.

Ich klopfe an, sähst du mir nur einmal

ins treue Angesicht, den Dornenkranz,

der Nägel blutig Mal,

o du verwärfst mich nicht!

Ich trug um dich so heiß Verlangen,

ich bin so lang dich suchen gangen,

vom Kreuze her komm ich die blut`ge Bahn:

Ich klopfe an.

4.

Ich klopfe an, der Abend ist so traut,

so stille, nah und fern,

die Erde schläft vom klaren Himmel schaut

der lichte Abendstern;

in solchen heiligen Dämmerstunden

hat manches Herz mich schon gefunden;

o denk, wie Nikodemus einst getan:

Ich klopfe an.

5.

Ich klopfe an und bringe nichts als Heil

und Segen für und für.

Zacchäus Glück, Marias gutes Teil,

beschert ich gern auch dir,

wie ich den Jüngern einst beschieden

in finstrer Nacht den süßen Frieden.

So möchte ich dir mit sel`gem Gruße nahn:

Ich klopfe an.

6.

Ich klopfe an, bist, Seele, du zu Haus,

wenn dein Geliebter pocht?

Blüht mir im Krug ein frischer Blumenstrauß,

brennt deines Glaubens Docht?

Weißt du, wie man den Freund bewirtet?

Bist du geschürzet und emgürtet?

Bist du bereit, mich bräutlich zu empfahn?

Ich klopfe an.

7.

Ich klopfe an, klopft dir dein Herze mit,

bei meiner Stimme Ton?

Schreckt dich der treusten Mutterliebe Tritt

wie fernen Donners drohn?

O hör auf deines Herzens Pochen,

ich deiner Brust hat Gott gesprochen:

Wach auf, der Morgen graut,

bald kräht der Hahn:

Ich klopfe an.

8.

Ich klopfe an; sprich nicht: Es ist der Wind,

er rauscht im dürren Laub.

Dein Heiland ists, dein Herr, dein Gott, mein Kind.

O stelle dich nicht taub;

jetzt komm ich noch im sanftem Sausen,

doch bald vielleicht im Sturmesbrausen.

O glaub, es ist kein eitler Kinderwahn:

Ich klopfe an.

9.

Ich klopfe an, jetzt bin ich noch dein Gast

und steh vor deiner Tür,

einst, Seele, wenn du hier kein Haus mehr hast,

dann klopfest du bei mir;

wer hier getan nach meinem Wunsch,

dem öffn`ich dort die Friedenspforte,

wer mich verstieß, dem wird nicht aufgetan:

Ich klopfe an.

Autor. Karl Gerok (1815-1890)

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White Christmas
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:36

I`m dreaming of a white Christmas

Just like the ones l used to know

Where the treetops glisten

And children listen

To hear sleigh bells in the scow.

*

I`m dreaming of a white Christmas

with every Christmas card I write

May your days be merry and bright

And may all your Christmases be white.

*

I`m dreaming of a white Christmas

With every Christmas cad I write

May your days be merry and bright

And may all your Christmases be white.

@ Irving Berlin 1942

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Still, still, still...
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:34

Still, still, still,
weils Kindllein schlafen will!
Maria tut es niedersingen,
ihre Keusche Brust darbringen,
still, still, still,
weils Kindlein schlafen will!
*
Schlaf, schlaf, schlaf,
mein Liebes Kindlein schlaf!
Die Engel tun schön musizieren,
bei dem Kindlein jubilieren.
Schlaf, schlaf, schlaf,
mein liebes Kindlein schlaf!
*
Groß, groß, groß,
die Lieb ist übergroß!
Gott hat den Himmelsthron verlassen
und muß reisen auf der Straßen.
Groß, groß, groß,
die Lieb ist übergroß!
verfasser unbekannt

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o Heiland reiß den Himmel auf
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:33

 

 

O Heiland reiß den Himmel auf,
herab, herab vom Himmel lauf!
Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
reiß ab, was Schloss und Riegel für!

O Gott, ein Tau vom Himmel gieß,
ein Tau herab, o Heiland fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus,
den König über Jakobs Haus!

O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,
dass Berg und Tal grün alles wird!
O Erd, herfür dies Blümlein, bring,
O Heiland aus der Erde spring.

O klare Sonn, du schöner Stern,
dich wollen wir anschauen gern.
O Sonn, geh auf! Ohn deinen Schein
in Finsternis wir alle sein.

 Melodie 1625 (dorisch) – Satz: Karl Marx

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Ihr Kinderlein kommet
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:33

 

Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all,

zur Krippe her kommet, in Bethlehem Stall,

und seht, was in dieser hochheiligen Nacht

der Vater im Himmel für Freunde unsmacht!

*

O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,

seht hier bei des Lichtes hellglänzendemm Strahl,

in reinlichen Windeln das himmllische Kind,

viel schöner und holder als Engel es sind.

*

Da liegt es, ach Kinder, auf Heu und auf Stroh,

Maria und Josef betrachten es froh;

die redlichen Hirten knien betend davor,

hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

*

O beugt wie die Hirten anbetend die Knie;

erhebet die Hände und danket wie sie!

Stimmt freudig, ihr Kinder, wer sollt sich nicht freun,

stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!

Text;  Christoph von Schmid (1768-1854)

Melodie; Joh.Peter Abraham Schulz ( 1749-1800)

 

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Wer klopfet an?
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:32

 

Wer klopfet an? O zwei gar arme Leut!

Was wollt ihr dann? O gebt uns Herberg heut!

Oh, durch Gottes Lieb wir bitten,

öffnet uns doch eure Hütten.

O nein, nein, nein! Oh, lasset uns doch ein!,

Es kann nicht sein! Wir wollen dankbar sein!

Nein, es kann einmal nicht sein,

da geht nur fort, ihr kommt nicht rein!

*

Wer vor der Tür? Ein Weib mit ihrem Mann!

Was wollt ihr dann? Hört unser Bitten an!

Lasset heut bei euch uns wohnen,

Gott wird euch schon alles lohnen!

Was zahlt ihr mir? Kein Geld besitzen wir!

Dann geht von hier! Oh, öffnet uns die Tür!

Ei, machet mir kein Ungestüm,

da packet euch, geht woanders hin!

*

Da geht nur fort! oh Freund, wohin, wo aus?

Ein Viehstall dort! Geh, Josef, nur hinaus!

Oh, mein Kind, nach Gottes Willen

mußt du schon die Armut fühlen.

Jetzt packt euch fort! Oh, das sind harte Wort!

Zum Viestall dort! Oh, welch ein schlechter Ort!

Ei, der Ort ist gut für euch,

ihr braucht nicht viel, da geht nur gleich!

Überliefert

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Kinderlied auf die Weihnachten
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:31

 

Vom Himmel hoch da komm ich her.

Ich bring euch gute, neue Mer.

Der guten Mer bring ich so viel,

davon ich singen und sagen wil.

*

Euch ist ein Kindlein heut geborn,

von einer Jungfrau auserkoren,

ein Kindlein so zart und fein..

Das sol eur Freud und Wonne sein.

*.

Er ist der Herr Christ unser Gott

Der wil euch fürn aus aller Not.

er wil eur Heiland selber sein,

von allen Sünden machen rein

*

Er bringt auch alle Seligkeit,

die Gott der Vater hat bereit`.

Das ir mit uns im Himmelreich,

solt leben nu und ewiglich.

*

So merket nu das Zeichen recht,

die Krippen, Windelein so schlecht.

Da findet ihr das Kind gelegt,

das alle  Welt erhelt und tregt.

*

Des laß alle fröhlich sein

und mit den Hirten gehn hinein,

zu sehn, was Gott uns hat beschert,

mit seinem lieben Son verehrt.

*

Merk auf mein Herz und sieh dort hin.

Wa liegt doch in dem Krippelin?

Wes ist das schöne Kindelein?

Es ist das liebe Jbesulin?

*

Bis willekom du edler Gast

den Sunder nicht verschmehet hast.

Und kömst ins Elend her zu mir.

Wi sol ich immer danken dir.

*

Ach Herr, du Schöpfer aller Ding,

wi bistu worden so gering,

das du da ligst auf dürrem Gras,

davon ein Rind und Esel aß.

*

Und wer die Welt viel mal so weit,

von Edelstein und Gold bereit`,

so wer sie doch dir viel zu klein,

zu sein ein enges Wigelein.

*

Der Sammet und die Seiden dein,

das ist grob Heu und Windelein,

darauf du König groß und reich,

herprangst, als wers dein Himmelreich.

*

Das hat also gefallen dir,

die Wahrheit anzuzeigen mir,

wie aller Welt macht, ehr und gut,

für dir nichts gilt, nichts hilft, noch thut.

*

Ach mein herzliebes Jbesulin,

mach dir ein rein sanft bettelin

zu rungen in meines Herzen Schrein,

das du nimer vergesse dein.

*

Davon ich allzeit fröhlich sei,

zu springen, singen immer frei,

das rechte Sussaninne schon,

mit Herzen Lust den süßen Thon.

*

Lob, ehr sei Gott im höchsten Thron,

der uns schenkt seinen eingen Son.

Des freuen sich der Engel Schar

und singen uns solchs neuen Jar.

Martin Luther

Alte und ungekürzte Fassung

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Lied des Nußknackers
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:30

 

König Nußknacker, so heiße ich.

Harte Nüsse, die zerbeiß ich.

Süße Kerne schluck ich fleißig.

Doch die Schalen, ei, die schmeiß ich

lieber anderen hin,

weil ich doch der König bin.

Aber seid nicht bang!

Zwar mein Bart ist lang

und mein Kopf ist dick

und gar wild mein Blick;

doch was tut denn das?

Tu keinem Menschen was?

Bin im Herzensgrund,

trotz dem großen Mund,

ganz ein guter Jung.

Lieb Veränderung,

 Amüsier mich gern,

wie die großen Herrn.

Arbeit wird mir schwer

und dann mag ich sehr  

frommen Kindersinn,

Weil ich König bin.

Heinrich Hoffmann 

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Macht hoch die Tür...
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:27

 

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Macht hoch die Tür,

die Tor macht macht weit,

es kommt der Herr der Herrlichkeit,

ein König aller Königreich,

ein Heiland aller Welt zugleich,

der Heil und Leben mit sich bringt;

der halben jauchzt, mit Freuden singt:

Gelobt sei mein Gott,

mein Schöpfer reich von Rat.

.

Er ist gerecht, ein Helfer wert;

Sanftmütigkeit ist sein Gefährt;

sein Königskron ist Heiligkeit;

sein Zepter ist Barmherzigkeit.

All unsre Not zum End er bringt;

Der halben jauchzt, mit Freuden singt.

Gelobt sei mein Gott,

mein Heiland gross von Tat.

.

O wohl dem Land, o wohl der Stadt,

so diesen König bei sich hat.

Wohl allen Herzen ins gemein,

da dieser König ziehet ein.

Er ist die rechte Freudensonn,

bringt mit sich lauter Freud und Wonn.

Gelobet sei mein Gott,

mein Tröster früh und spat.

.

Macht hoch die Tür die Tor macht weit,

das Herz zum Tempel macht breit.

Die Zweiglein der Gottseligkeit

steckt auf mit Andacht, Lust und Freud.

So kommt der König auch zu euch,

ja Heil und Leben mit zugleich.

Gelobt sei mein Gott,

voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

.

Kommt, o mein Heiland Jesus Christ;

meins Herzens Tür dir offen ist.

Ach zieh mit deiner Gnade ein;

dein Freundlichkeit auch uns erschein.

Die Heilger Geist uns führ und leit

den Weg zur ewgen Selikeit.

Dem Namen dein, o Herr,

sei ewig Preis und Ehr.

.( Georg Weissel, 1590 – 1635 )

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Stille Nacht - Heilige Nacht
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:25

 

. 

1. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute heilige Paar.
Holder Knab im lockigen Haar,
schlafe in himmlischer Ruh,
schlafe in himmlischer Ruh.

2. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb’ aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund:
Jesus in deiner Geburt,
Jesus in deiner Geburt.

3. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
aus des Himmels goldenen Höh’n
uns der Gnade Fülle lässt sehn:
Jesum in Menschengestalt,
Jesum in Menschengestalt.

 

4. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut’ alle Macht
Väterlicher Liebe ergoss,
und als Bruder huldvoll umschloss
Jesus, die Völker der Welt,
Jesus die Völker der Welt.

5. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
als der Herr, vom Grimme befreit,
in der Väter urgrauer Zeit
aller Welt Schonung verhieß,
aller Welt Schonung verhieß.

6. Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht!
Durch der Engel Halleluja
Tönt es laut von Ferne und Nah:
„Jesus, der Retter ist da!
Jesus, der Retter ist da!“

.

ext. Bild

 

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Lustig, lustig, trallala,
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:07

Weihnachtstrubel im Advent,

arg viel Streß, den jeder kennt.

Zeit hat keiner mehr zuviel,

bei dem hochgesteckten Ziel.

Pfefferkuchen im September!

Osterhasen im Dezember!

Zuckerbrot und Teddybärchen

und Theater- Wintermärchen.

Naschwerk gibt es allerorten.

Lauf zum Kaufhaus, eil nach Horten!

Schaut gut hin, was ihr da seht!

Nächstes mal ist es zu spät.

Lustig, lustig, trallala,

bald ist Heiligabend da.

Tannenbaum schaff schnell herbei,

wenn der Wuchs nicht einerlei.

Größe - wie für einen Saal!

Schaut, nun sehet alle mal!

Abends gehts bei Lichterschein -

schnell noch ins Geschäft hinein -

und die Hintergrundmusik -

lädt zum Kauf ein, spürst ein Glück!

Hast du schon die Gans bestellt,

Hasenbraten für sehr viel Geld?

Zum Frisör mußt auch noch hin..

Was hast alles du im Sinn?

Endlich naht das Fest der Feste!

Mit den Kräften - letzte Reste -

schmückst den Baum du, ziemlich matt,

und du bist es restlos satt.

Lustig, lustig trallala,

bald ist Heiligabend da.

Ja! Das so ist die stille Zeit,

wo man brav sich macht bereit,

wo die Beine schneller rennen

und die Köpfe heißer brennen.

Doch dann ist es Weihnachtsmorgen.

Fortgeblasen alle Sorgen!

War der Jahresanfang dann,

fängt der große Umtausch an.

Lustig, lustig, trallala,

und das neue Jahr ist wieder da.

Marianne Reepen

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Das erste Licht
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:06

Das erste Licht

 
Wenn`s draußen stürmt und trübe ist,
zieht drinnen ein, ein kleines Licht.
Es leuchtet bis ins Herz hinein,
bringt Wärme uns mit seinem Schein.
 
Es kündigt an die Weihnachtszeit,
es sagt uns "haltet euch bereit,
der Herr hat seinen Sohn gesandt,
daß Freude sei im ganzen Land."
 
Drum schaut auch voll Dank in dieses Licht,
auch wenn es draußen finster ist.
Öffnet ihm eure Herzen weit,
mit ihm beginnt die Freudenzeit.
 
Nun strahlt auch schon das vierte Licht,
wirft seinen Glanz auf dein Gesicht,
schon bald ist es dann wie im Traum,
es leuchtet hell der Lichterbaum.
verfasser unbekannt

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Adventslichter
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:06

 

 

 
Sobald die erste Flamme,
die Dunkelheit durchbricht.
Da wächst in uns die Sehnsucht
nach Geborgenheit und Licht.
*
Zwei Kerzen am Adventskranz,
 frohes Schauern ist erwacht.
Ach, lang noch wird es dauern,
bis hin zur Heiligen Nacht.
*
Drei Kerzen am Adventskranz
 in`s Herz schweift mancher Blick.
Ruft wehmütig Vergangenes
 in`s Kerzenlicht zurück.
*
Vier Kerzen am Adventskranz,
und die Herzen strahlen
weit aus Kinderaugen leuchtet
die hohe Weihnachtszeit.
"Josef Albert Stöckl"

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Aus der Kinderstube
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:05

Aus der Kinderstube ein Märchen.

Zu Weihnachten kann ein Pärchen

Zuckerwerk gesandt vom Bäschen-

war´s ein Jäger und ein Häschen,

war`s ein Schäfer und ein Lämmchen

neben einem Tannenstämmchen?

Nicht mehr weiß ich`s, kurz: ein Männchen

und ein Tierchen bei`nem Tännchen.

Und die Mutter sprach dem Ernst,

ihrem jüngsten, zu mit Ernst:

Dieses sollst du nur betrachten,

aber nicht zu essen trachten.

Doch, ihn erst zu prüfen eben,

ward ihn nur das Tier gegeben,

sie behielt den Mann zurücke,

das gereichte dem zum Glücke.

Denn sein Tierchen nahm das Bübchen,

sperrt es in sein Speilzeugschiebchen,

kam dann stündlich zur Mutter:

Gib mir für mein Tierchen Futter!

Äpfel gab sie ihm und Semmeln,

was nicht Hasen taugt noch Hämmeln,

doch der Futter selber aß es,

meinte stets, sein Tierchen fraß es.

Als nun lang der arme Schlucker

so geweidet seinen Zucker,

und sein Auge dran geweidet,

war ihm diese Lust verleidet.

Er begann es zu belecken,

und es mochte süß ihm schmecken,

und mit einmal war das Köpfchen

ab dem zuckernen Geschöpfchen.

Und wie`s mit dem Haupt gelungen,

war das ganze bald bezwungen.

Als er nun nicht mehr um Futter

kam zu betteln bei der Mutter,

merkte sie, daß was geschehen,

sprach: Laß mich dein Tierchen sehen!

Und der Sünder stand betroffen.

Mutter sprach:ich will nicht hoffen,

daß du`s habest aufgegessen?

"Mutter, nein! doch aufgegessen."

Wie? gleich wilden Raubtierhorden?

"Ja! Ich war zum Wolf geworden;

weil du von dem Wolf doch immer

Abends uns erzählst im Zimmer."

Und du hast es ganz gegessen?

"Nur soviel der Wolf kann fressen,

nur das Tierchen, nicht das Tännchen.

Aber gib mir nur das Männchen,

das will ich bewahren besser."

Mutter sprach: Ein Menschenfresser

willst du werden Ungeheuer?

Und das Kind war rot wie Feuer.

Doch sie sprach: daß wird`s verbessern,

weil ich doch von Menschenfressern,

Abends dir auch vorgetragen,

will ich`s Männchen dir versagen,

daß nicht etwa gar, mein Kindchen,

du`s verschlingst samt dem Flintchen.

Oder ob gesagt sie habe,

statt der Flinte, mit dem Stabe:

das kommt darauf an, ob Jäger

es gewesen oder Schäfer.

Friedrich Rückert

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Die Sterntaler
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:03

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Die Sterntaler

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, daß es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: »Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungerig.« Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: »Gott segne dir's«, und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: »Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.« Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: »Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben«, und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin. Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben hatte, so hatte es ein Neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich

für ihr Leben lang.

ext. Bild

.

 

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Tannenbäumchen Lieblich
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:02

 

Die Weihnachtsbäumchen

Drei kleine zukünftige Weihnachtsbäumchen standen eng beieinander und stützten sich gegenseitig, weil der Wind doch ganz schön arg durch ihre Ästchen blies, sodass sie gefährlich nahe am umknicken waren. Sie hatten eine furchtbare Angst davor, denn dieses Jahr waren sie endlich groß genug um Weihnachtsbäumchen zu werden. Darauf freuten sie sich doch schon das ganze Jahr. Wie waren sie stolz, als der Förster sie ausgesucht hatte. Sie hatten jeden cm sorgsam gepflegt und gehegt. Sie hatten auch gestritten, welches es denn nun schaffen würde und wer nicht. Ganz schön zickig waren sie gewesen. Doch jetzt hielten sie fest zusammen, um dem starken Wind entgegen zu halten. Sie wollten doch alle drei Weihnachtsbäumchen werden. Deshalb halfen sie sich gegenseitig.

Es waren sicher nur noch einige Tage, bis die Männer mit ihren Sägen kamen. Bis dahin wollten sie sich noch einmal richtig anstrengen, und ihre Ästchen nochmal richtig zurecht zupfen. Die Nadeln sollten in schönstem Grün sich füllen. Übersehen sollten sie dieses Jahr nicht  mehr werden, sie waren ja doch schon gezeichnet, aber das letzte Wort hatte immer noch der Meister. Letztes Jahr waren sie so arg enttäuscht gewesen, es hatte auch ein paar Tränen gegeben. Die großen alten Tannen konnten das nicht verstehen. Sie meinten, was jammert ihr so rum, freut euch doch, noch ein ganzes Jahr, könnt ihr hier in dem schönen Wald stehen bleiben. Hier an der schönen frischen Luft, ohne zu wissen, dass man kurz nach Weihnachten schon wieder weggeworfen wird. Jede der großen Tannen hatte was zu erzählen. Jede der Großen Tannen hatte was zu sagen. Jede hatte schon was gehört. Doch zurück gekommen ist bis jetzt ja wohl auch keine. Ob diese Geschichten wahr waren, konnte wohl auch keine Tanne sagen. Die Rottanne sagte, wenn man glück hat, kommt man auf den Weihnachtsmarkt. Da darf man vier Wochen lang geschmückt und leuchtend stehen bleiben. das war eine lange Zeit.Länger und schöner als daß man nur für einen Tag herausgeputzt und geschmückt wurde. Mit vielen Hunderten von Lämpchen und Glitter. Sie hoffte auch, daß sie dieses Jahr wohl groß genug sein würde, um bis auf den Marktplatz zu sehen, wo immer die ganz großen Tannen stehen würden. 

 

Die alte Linde wollte gehört haben, dass sie alle nachher entweder in den Müll geworfen, was mit denen passieren würde, konnte sie nicht sagen, aber meinte was schönes sei es sicher nicht. Oder aber auch in den Zoo als Elefantenfutter geworfen würden. Elefanten würden sie lieben, zum spielen oder auch zum fressen. Die Rottanne meinte, es wäre für die Elefanten und auch anderen Tiere ein Weihnachtsessen Auch zusammen gesägt als Brennholz, hätte sie gehört.

Die drei kleinen Tännchen machten lange Gesichter, sie wussten nicht so recht, sollten sie das Gerede glauben, oder wollten sie die alten Bäume nur ärgern und einschüchtern. Vielleicht waren sie einfach nur neidisch, weil sie es nie zu einem Weihnachtsbaum gebracht hatten, Weil sie nicht schön gewachsen oder Äste abgebrochen waren. Sie schauten die Großen ängstlich an und fragten zaghaft, ob das auch alles so stimmen würde. Ihre ganze Vorfreude war dahin und so standen sie ganz traurig da. Die alte Fichte Berta, hatte alles mitbekommen und schickte sich an den Großen Bäumen die Leviten zu lesen. Das gehöre sich nicht, mit dem Gerede den kleinen solche Angst einzuflößen. Vor Berta hatten alle einen großen Respekt. Sie war der älteste Baum im ganzen Wald. Die drei kleinen Bäumchen riefen ganz leise ihren Namen, denn sie dachten, wenn jemand was Wissen konnte, dann Fichte Berta. Sie sah die kleinen Weihnachtsbäumchen liebevoll an und  sagte, dass es aber für jedes Bäumchen das größte sei, in einem Wohnzimmer zu stehen. Von der Familie liebevoll geschmückt, mit den Basteleien der Kinder, die immer so schön anzusehen waren. Die bunten glänzenden Kugeln in all den Farben, Lametta in Gold oder Silber, dann zum guten Schluss die Kerzen, die sich dann in den Kugeln wieder spiegelten. Der große Stern am Spitz des Bäumchen, zeigt Richtung Bethlehem. Die Figuren von der heiligen Familie standen unter dem Baum. Da würden auch die Geschenke für die Familie liegen. Sie sagte zu den drei; Ihr braucht keine Angst haben, eure Bestimmung in diesem Leben sei nun mal,ein Weihnachtsbäumchen zu werden. Und egal wo, das sein würde, egal wie sie es sein würden, das sei egal, wichtig aber sei, mit wie viel Hingabe, Liebe und Freude sie das machen würden. Wenn ihr das nicht mit Liebe macht, seid ihr ganz schnell kaputt, die Nadeln fallen bald ab und damit hättet ihr euer Lebensziel nicht erreicht! Das wäre alles andere als schön, die ganzen Anstrengungen um einen geraden Wuchs, grünen und starken Nadeln, alles wäre dann für die Katz gewesen. Die gute alte Berta, machte den Kleinen wieder Mut und versuchte ihnen zu sagen, wie wichtig sie als Weihnachtsbäumchen sein würden. Wie viel Freude sie in der Zeit schenken konnten und auch mussten. Die Kleinen fragten der Berta ein Loch in den Bauch, bis es ihr zu viel wurde. meinte, sie könnte doch die Geschichten aufteilen und nicht alle auf einmal erzählen. Die kleinen freuten sich und beschlossen erst einmal schlafen zu gehen, das ganze hatte sie doch müde gemacht. Und so konnten sie von Weihnachtsbäumchen und Glitterschmuck friedlich träumen.  

 

Das Weihnachtsbäumchen Lieblich

 

Nach dem großen Sturm, den gottlob fast alle unbeschädigt überstanden hatten, warteten die drei Weihnachtsbäumchen ungeduldig auf die Männer, die kommen mußten um sie abzuholen, damit sie endlich Weihnachtsbäumchen werden konnten.

Der Wind hatte sie nochmals kräftigt durchgeschüttelt und alles was keine schönen Nadeln oder abgestorbene kleine Ästchen, waren runter geputzt. So standen sie nun kräftig und schön gewachsen da. Die großen Bäume waren ganz schön stolz auf sie.

Die alte Fichte Berta erzählte ihnen wie versprochen einige Geschichten. Sie sagte zu den Kleinen, alles was sie erzählen konnte, sei nur halb so schön, wie es in Wirklichkeit sein würde.

Sie fragten Fichte Berta:"woher weißt du denn so viel? Wer hat die Geschichten dir erzählt"? Fichte Berta war ja schon sehr alt, und sehr weise. Alle verehrten sie deshalb.

Sie sagte den Kleinen, daß ihr viel vom Wind zugetragen worden sei, aber auch von dem Tännchen Lieblich."So nun seid leise und hört gut zu! Die Geschichte vom Tännchen Lieblich ist sehr schön und zeigt auch uns Alten, daß immer wieder was passiert, was alles Frühere in den Schatten stellt. Sein Name hatte es bekommen, weil es so klein und lieblich anzuschauen war.Es wurde von den Großen beschützt und gehegt, um später ein tolles Weihnachtsbäumchen zu werden.Auf einmal erinnerten sich auch andere Bäume an das Tännchen Lieblich und gaben ihre Erinnerungen preis.

Jeder wollte das seine erzählen und so redeten alle auf einmal durcheinander, sodaß keiner mehr was verstand.Die Fichte Berta griff ein und fragte, was das den soll: Sie sagte zur Tanne Laura, sie soll die Geschichte erzählen, weil sie ja doch die Patin von Tännchen Lieblich gewesen war und doch alles am besten wisse!

Tanne Laura fing also zu erzählen an.

Es war das erste Mal, daß ein Bäumchen nicht geschlagen wurde, sondern ausgeraben und so mitgenommen wurde. Die Familie, die sich für das kleine .Bäumchen entschieden hatte, waren ganz vorsichtig. Sie pflanzten Lieblich in einen Topf und stellten es in den Anhänger, banden es fest und hüllten es in eine Decke, damit es nicht so sehr vom kalten Wind  durchgefroren wurde.Sie wollten das Kleine Tännchen nicht verletzen, sondern im Frühjahr wieder herbringen und erneut einpflanzen.Das alles konnten die großen Bäume nicht wissen und verabschiedeten sich von Lieblich. Waren auch traurig, denn Lieblich war eigentlich noch zu klein um schon zu gehen. Die Förster hatten es auch nicht ausgesucht. Es wurde noch lange diskutiert, was aus Lieblich geworden sei.Tanne Laura sagte, ihr müßt wissen, ich war ja auch noch nicht so groß und hoffte, daß ich vielleicht doch noch auf dem Weihnachtsmarkt oder in die Kirche einen Platz bekommen würde. Leider war sie dafür nie hübsch genug, weil sie nur  drei schöne Seiten hatte, die andere stand zu näh an der Linde Trude. Bekam also zu wenig Sonne und war recht verkümmert. Tanne Laura war eine große kräftige Tanne geworden und hatte ihren festen Platz seit Jahren und würde auch noch sehr lange hier stehen und auf den Jungwuchs aufpassen. So wie Fichte Berta.   

.

         

Tanne Laura erzählt

Die drei Kleinen sagten:" Tanne Laura wir wollen nicht deine Lebensgeschichte hören, die kennen wir doch schon. Erzähle uns von dem Bäumchen Lieblich!" "Also ist ja gut, ich erzähle ja schon."

"Also Lieblich stand nun da, sehr erschöpft doch es erholte sich schnell. Als erstes kam sie mit der Familie bei deren Haus an. Sie stellte Bäumchen Lieblich im Garten auf und behängten es mit vielen glänzenden Kerzen. Lieblich dachte, daß das ihre Bestimmung sei, hier im Garten leuchtend zu stehen und all die vorüber gingen zu erfreuen.Es gab Menschen die stehen blieben und sagten wie toll gewachsen und schön dieses Tännchen doch wäre. Lieblich fror aber ganz schön an den Wurzeln, sie war ja in einem Topf eingepflanzt und nicht in dem schützenden Boden, der auch, wenn es richtig kalt ist, die Wurzeln schützt.Die Familie bemerkte es Gott sei Dank, weil die Nadeln anfingen braun zu werden.Sie packten den Topf mit Leinensäcken ein und schon ging es Lieblich wieder besser, bis es wieder geheilt und grün dastand.

Bäumchen Lieblich staunte jeden Tag auf`s Neue, was da alles rundherum passierte.Jedes Haus begann sich zu schmücken, eines schöner als das andere. Viele Tännchen, groß und klein wurden an schützender Stelle aufgebaut, damit sie sich von der oft langen Reise auf den LKW`s und dem Netz das sie doch sehr zusammengedrückt hatte, erholen konnten.

JederBaum hatte was zu erzählen,wo sie herkamen, wie es ihm ergangen war, die einen nur Gutes, die anderen Schlechtes. Die einen liebevoll und vorsichtig, die anderen von gleichgültiger und schroffer Behandlung, von Händen, die sie herumgeworfen und die Äste auseinander gerissen hatten. Die einen erzählten Lieblich wie schön es auf dem Weihnachtsmarkt war, vier bis fünf Wochen da glänzen und glitzern, das müßte herrlich sein. Die anderen von dem Verkaufsgelände, übervoll und lieblos, diejenigen sie einkaufen wollten, die Menschen, für die sie nachher glänzen sollten.Lieblich erfuhr aber auch von den Tännchen die übrig im Verkauf oder abgeschmückt,als Leckerbissen den Tieren im Zoo vorgeworfen wurden, vor allem die Elefanten liebten diese Abwechslung in ihrem Speiseplan.Doch nun standen sie alle geschmückt mit Lichtern vor den Türen oder Terassen der Häuser. Eingepflanzt in einen Topf war nur Lieblich, alle anderen waren geschlagen. Lieblich verfolgte dies alles staundend.

Ach könnte es doch nur den anderen im Wald erzählen wie aufregend dies alles war. Es konnte ja nicht wissen, daß dieser Wunsch in Erfüllung gehen würde.Es hörte fassungslos zu. Es selber hatte ja nicht viel erlebt. Ausgegraben und eingepflanzt in einen Topf, warm eingepackt stand es nun leuchtend im Garten.Das war ja auch schon alles.Doch der Grund für den Unterschied zu den anderen Tännchen, wußten alle nicht.Keiner konnte auch sagen, was mit ihnen allen nach Weihnachten passieren würde.Was alle jedoch wußten war, daß sie für den Weihnachtesabend bunt geschmückt in den Wohnzimmer stehen werden.Sie alle wußten, daß dies ihre Bestimmung war und für das Nachher machten sie sich keine Sorgen.

Bäumchen Lieblich machte sich auf einmal dolle Sorgen. Würde es etwa gar kein Weihnachtsbäumchen? Was würde mit ihm passieren?Keines der anderen konnte es ihm sagen, denn sie hatten noch nie ein Tännchen so im Topf gesehen.Deshalb wurde Lieblich immer trauriger, je mehr Weihnachten sich näherte. Eins nach dem anderen wurde in das Haus geholt, wurde ganz doll geschmückt mit Kugeln, Lametta oder Engelshaar. Man konnte sie sehen von draußen, denn sie standen an den großen  Wohnzimmerfenster, leuchtend und glücklich. Diejenigen, die Lieblich draußen stehen sahen, winkten ihm zu, was es nur noch trauriger machte.Was würde wohl mit ihm passieren?

 

 

 

 Auf dem Tisch stand ein aus Tannenästen gewundener Adventskranz, mit 4 dicken roten Kerzen. Die Kerzen brannten langsam und schafften eine gemütliche Athmosphäre.

Am 24 Dezember in der Früh, kam Vater und holte das Bäumchen rein in die Stube. Er packte es aus den Juttensäcke aus und stellte es auf die andere Seite auf, da wo keine Heizung war, damit es nicht austrocknen konnte. Dann holte er einen noch größeren Topf stellte Lieblich hinein und gab ihm das Wasser, damit es von unten aufsaugen konnte.Lieblich fühlte sich so pudelwohl.

Sie hatten Lieblich die elektrischen Kerzen abgenommene,es machte sich Gedanken, was wohl nun kommen würde, was noch alles passieren würde.Denn es war doch bis jetzt nur schön gewesen. Die Wochen draußen, wo es so viel gelernt und gehört hatte, waren schon toll gewesen, es konnte ja nur noch schöner werden, da war es sich sicher.

Mutter und Vater brachten einen Karton nach dem anderen mit Weihnachtssachen. Die Kinder waren ganz aufgeregt.Sie hatten so schöne Dinge gebastelt und waren ganz stolz drauf. Liebevolle Christbaumanhänger aus Salzteig,bunt und schön bemalt.Dann die alten Kugeln bunt gemischt, Herzen, Strohsterne, zum Teil waren sie noch aus Mutters Kindheit. Bunte Bänder, eine Sammlung Kuriositäten machten das ganze komplett. Für ganz zuoberst hatten die größeren Kinder einen wunderschönen großen Stern gebastelt, der Richtung Bethlehem zeigte. Dann diese Krippe, sie war von Vater und Leo selber gemacht worden. Aus dem Holz und Schindeln als Dach, sowie Moos und Heu im Inneren. Die Figuren hatte Vater alle selber geschnitzt. Sie sahen wunderschön aus.Zum guten Schluß, hängte Vater die großen roten Kerzen daran, nicht sehr viele, nur so, daß er schön erstrahlte. Unter das Bäumchen legte Mutter die oft selber gemachten Geschenke,die liebevoll eingepackt und mit Liebe ausgesucht worden waren. Überall sah man, viel Liebe. Unser Weihnachtsbäumchen Lieblich war nur noch glücklich, es sah in die strahlenden Kinderaugen, die vor Aufregung roten Backen, als sie so vor dem Bäumchen standen.Im Glanze der Kerzen stand Lieblich da, wie schön, das konnte es im Spiegelbild der Fenster sehen. Ein Wohnzimmer voller Wärme und Liebe ausstrahlend.

Die Kinder holten die Großmutter, die sich noch etwas ausgeruht hatte. Sie saß in dem Stuhl wie eine Königin, Die sie ja auch irgendwie war. Sie war den Mittelpunkt der Familie. Mutter rollten ein paar Tränen runter, als Vater sie fest in die Arme nahm. Der absolute Höhepunkt, kam aber erst. Im Glanz der Kerzen fingen sie an zu singen. Die beiden Mädchen spielten Blockflöten, die Buben Gitarre und Mutter Geige.So schön hatte sich Lieblich, das nicht vorgestellt.Es konnte nun die anderen Weihnachtsbäume verstehen, wenn die von ihrer Bestimmung geredet hatten. Bäumchen Lieblich, war sich ganz sicher, daß die Kinder dieses Fest nie vergessen würden, so wie es auch nicht.Sie sangen die schönsten und lieblichsten Weihnachtslieder. Auf dem Fensterbrett saßen auf einmal zwei liebliche Weihnachtsengel, gesehen werden konnten sie aber nur von Lieblich. Lieblich wollte von ihnen wissen, ob alle so ein schönes Fest hätten? Doch die Engel meinten, da wo das ganze Jahr keine Liebe ist, da gibt es an Weihnachten auch keine.Sie sagten, daß das was sie hier sehen, auch wieder die Liebe des Jahres wiederspiegeln würde, was leider in der Gesellschaft oft nicht mehr vorhanden ist.Ein solches Bild wie hier, wo die Liebe, Wärme und einen Zusammenhalt der ganzen Familie heraus zu spüren war, könnten sie nicht oft erleben. Die Engelchen sagten zu Lieblich, denn von solcher Liebe, die hier gelebt wurde,kommt wieder Liebe, denn das würde den Kindern im Herzen bleiben. Sie sagten Bäumchen Lieblich tschüß, sie mußten weiter. So kam nun auch hier die Zeit um die  Geschenke auszupacken. Und was es alles gab!

 

 Geschenke

Heiligabend und Geschenke gehören halt zusammen, genauso wie Ostern und Osterhase. Es kommt nicht auf die Größe an, was leider oft so ist. Geschenke die liebevoll gebastelt oder selber hergestellt sind, zeigen doch, daß man sich Gedanken über die Person macht, für die man es herstellt. Gefällt es, passt es, was kann er/sie gebrauchen? Genauso war es in dieser Familie auch. Denn mit Kinder muß man mit dem Geld haushalten, sonst reichte es vorne und hinten nicht. Großmama hatte das ganze Jahr über fleißig gestrickt. Pullover für alle, dicke warme Socken für draußen im Schnee. Kappen, Schals und Handschuhe für alle, warme Strumpfhosen. Für Vater eine neue Weste, für Mutter einen schönen weißen Glitzerpulli, den sie sich schon länger gewünscht hatte. Etwas Festliches halt, wenn sie eingeladen war oder für eine Familienfeier. Die Krönung war natürlich, daß die Mädchen den gleichen Pulli bekamen und die Buben die gleiche Weste wie Vater.Da hatte Großmutter viele Stunden fleißig heimlich gestrickt in ihrer Kammer, damit es keiner mitbekam und so die Überraschung gelingen konnte.Mutter fragte:"Woher weißt du eigentlich immer die Größe für die Kinder, die sind doch immer im Wachstum?" Großmutter lächelte nur verschmitzt und meinte: "Gutes Augenmaß"!Sie wurde geherzt und geküßt, daß sie Tränen bekam vor lauter Rührung, für soviel Liebe und Dankbarkeit.Mutter hatte für sie ein flauschiges Bettjäckchen, aus kuschelweicher Wolle, damit sie es warm hatte, auch wenn sie mal im Bett liegen mußte,"So alt und müde bin ich aber noch lange nicht," sagte sie, da begannen alle zu lachen. "Nein, nein", noch lange nicht!" sagten alle.Großmutter hatte sich nähmlich einen kleinen Fernseher gewünscht,von dem sie im Bett aus gemütlich schauen konnte.So rüstig wie sie immer tat, war sie nähmlich nicht mehr. Sie war recht überrascht als Vater aus dem Nebenzimmer einen großen Karton holte und ihr gab und ihr viele schöne Stunden damit wünschte. Alle hatten fleißig dafür gespart, um ihr diese Freude machen zu können.Völlig sprachlos war sie und wieder rollten ein paar Tränen. Vater hatte ihr einen schönen Rollwagen dafür gebaut. Es war absehbar, daß die Kinder sich bei ihr gemütlich machen würden und Mutter dachte für sich im stillen, daß waren diese Momente die die Kinder wohl nie vergessen würden,denn Großmutter war halt mal der Mittelpunkt der Familie. Alle liebten sie sehr. Solche Momente konnte man nicht bezahlen und waren für die Kinder wunderbar, kostbarer als Edelsteine. Dann kamen die Buben dran, die schon recht ungeduldig warteten. Der Ältere bekam ein Fahrrad, kein Neues, aber gut erhalten. Er konnte es gut gebrauchen zum Zeitungsaustragen, mit dem er sich etwas Geld selber verdienen konnte.Die beiden Kleinen hatten sich sehnsüchtig Schlitten gewünscht und Kinderwerkzeug für den Stall. Sie freuten sich riesig, denn mit der Schaufel konnten sie auch Schneeschippen.Es schneite schon seit gestern ununterbrochen. Morgen früh konnten sie schon damit anfangen. Für die Mädchen hatte Vater schöne Puppenmöbel gebaut und Mutter das Zubehör genäht. Das Puppenhaus sah nun  richtig toll aus.Die Erwachsenen sahen sich zärtlich an und freuten sich über den schönen Heilig Abend. Mutter freute sich auf die nächsten Tage, sie hatte sich vorgenommen mit den Kindern zu basteln. Sie liebte es, und die Kinder bastelten gerne, genau so wie musizieren.Diese Stunden genoßen alle sehr. Mutter hatte für Vater einen Satz neuer Schnitzmesser gekauft, damit er weiterhin viel Schönes schnitzen konnte.Einen Satz für Laubsägearbeiten war dabei, damit die Buben wieder m it dem Vater arbeiten konnten. Diese Bilder malten dann die Mädchen liebevoll an und es entstanden richtige Kunstwerke.Mutter war noch übrig. Vater gab ihr ein kleines Schächtelchen. Ein feines Goldkettchen mit einem Kreuzanhänger legte ihr Vater um den Hals.Da hatten auch alle zusammengelegt, denn sie wünschte dies schon lange, und sie wußte, daß alle lange dafür gespart hatten. Sie war tief gerührt, und sie wußte, daß viele kleine Batzen dafür nötig gewesen waren. Sie hielten sich an den Händen und sangen und spielten das schöne Lied; " Stille Nacht - Heilige Nacht. Weihnachtsbäumchen Lieblich war total überwältigt, so schön hatte es sich den Heiligen Abend nicht vorgestellt.Nun konnte es verstehen, daß die anderen gesagt hatten, es sei egal was nachher kommen würde, diese Bestimmung, das Bäumchen am heiligen Abend zu sein, war wundervoll, das war nicht zu übertreffen. Jeden Abend in den nächsten Tagen, wurde gesungen und musiziert, sodaß Lieblich immer Gänsehaut bekam. Es erlebte einen schönen Silvester und Neu Jahr. Sah das Feuerwerk an und wußte bald nicht mehr wohin mit seinen Gefühlen. Nach dem Drei König Tag, bauten Mama und die Kinder alles ab und legten es wieder zurück in die Schachteln für nächstes Jahr. Was passiert mit mir, fragte sich Lieblich.Aber es merkte bald, daß es keinen Sinn ergab, sich den Kopf zu zerbrechen, es konnte nur abwarten. Als Vater nach Hause kam, standen die Kinder schon bereit und Mutter half ihm Lieblich aus dem Topf herauszunehmen, um es erneut in den Garten zu stellen, allerdings ohne Lichterkette. Wieder warm in die Säcke eingepackt, damit es nicht frieren mußte, stand es wieder da. Es schjaute sich um und sah die anderen Bäumchen die überall im Vorgarten lagen. Lieblos hingeworfen oder mit Vogelfutter behängt.Sie begrüßten Lieblich neugierig und wollten wissen:"wo warst du denn?" Wir konnten dich im Wohnzimmerfenster nicht stehen sehen? Du hast ja immer noch den Topf!""Ich erzähle es euch gerne!" Und so erzählte es den anderen von seinem Weihnachtsfest.Dann waren sich alle einig, daß Lieblich wieder in den Wald zurück gehen würde.Dann mußt du alles von uns erzählen, alle fingen an ihre Geschichten zu erzählen und  Lieblich versuchte sich soviel wie möglich zu merken, Jeder wollte einen Gruß noch mitgeben. Lieblich versprach alles zu erzählen und die Grüße auszurichten.

Eines Morgens kam ein großer Laster,auf den alle Bäumchen geschmissen wurden. Sie sagten Lieblich !Auf Wiedersehen" und "Machs gut".Ihre Bestimmun g war nun vorbei. Die Männer staunten als sie Lieblich sahen und wußten nicht genau was mit ihm anzufangen. Zum Glück kam Mutter grade nach Hause und sagte "Stop! Das Bäumchen bleibt hier!Das kommt im Frühling wieder zurück in den Wald. Nun konnte Lieblich in aller Ruhe im Vorgarten stehen, denn es wußte, es würde wieder zu den anderen in den Wald gehen. Erleben konnte es jeden Tag genug und so würde sie den ganzen Sommer über den anderen im Wald zu erzählen haben.

@ mary rosina

alle rechte vorbehalten

 

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Die Sitte über den Weihnachtsbaum
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:58

 

Die Sitte, einen geschmückten Nadelbaum im Wohnzimmer aufzustellen, ist zuerst im Elsaß, in Baden und in der Rheinpfalz bezeugt. Erste Quellen aus Straßburg datieren um das Jahr 1605. Rosen aus Papier, Äpfel und Zuckerwerk sollen an die ersten Christbäume gehängt worden sein.

Zwar kritisierte die katholischen Kirche den Brauch als "heidnische Verfehlung", doch aufhalten konnte sie dessen Ausbreitung nicht. Bereits 1774 tauchte der Christbaum mit "Wachslichtern" geschmückt erstmals in der deutschen Literatur auf: in Goethes "Leiden des jungen Werther". Mitte des 19. Jahrhunderts schließlich akzeptierte die katholische Kirche den Weihnachtsbaum - und vereinnahmte ihn gleich als "Christbaum" für sich.

Lange blieben geschmückte Tannenbäume in Wohnstuben ein Privileg wohlhabender Bürger. Handwerker und Bauern mussten mit Bäumen in den Kirchen vorlieb nehmen, denn teure Nadelbäume konnten sie sich nicht leisten. Doch mit der gezielten Aufzucht von günstigen Fichten eroberte der Christbaum allmählich auch die Privathaushalte

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Bilder aus meinem Gästebuch
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:53


Ich wünsche euch allen
von Herzen
einen friedlichen und schönen
3. Advent
eure mary rosina

.

Liebes, gutes Christkind
weißt, daß wir nicht immer artig sind.
Doch manchmal fällt es gar zu schwer!
Ach, was gäben wir dann dafür her
immer brav und lieb zu sein.
Doch manchmal fällt nur Unsinn ein.
Liebes Christkind, vergib uns das,
hab`ein Herz und schenk` uns was!
Gudrun Zerbe
.

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Der Bratapfel
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:19

Kinder kommt und ratet,

was im Ofen bratet!

Hört, wie`s kanllt und zischt.

Bald wird er aufgetischt,

der Zipfel, der Zapfel,

 der Kipfel, der Kapfel,

der gelbrote Apfel.

*

Kinder, lauft schneller,

holt einen Teller,

holt eine Gabel!

Sperrt auf den Schnabel

für den Zipfel, der Zapfel,

der Kipfel der Kapfel,

den goldbraunen Apfel.

*

Sie pusten und prusten,

sie gucken und schlucken,

sie schnalzen und schmecken,

sie lecken und schlecken

den Zipfel, den Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den Knusprigen Apfel.

Volksgut aus Bayern

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An Dezember Tagen kann es sein...
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:17

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Brich an, du schönes Morgenlicht!

Das ist der alte Morgen nicht,

der täglich wiederkehret.

Es ist ein Leuchten in der Fern`

Es ist ein Schimmer, es ist ein Stern,

Von dem ich längst gehöret.

*

Der Himmel ist jetzt nimmer weit;

Es nahet die selige Gotteszeit

Der Freiheit und Liebe.

Wohlauf, du frohe Christenzeit,

daß jeder sich nach langem Streit

in Friedenswerke übe!

*

Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt?

Hier in der Krippe liegt ein Kind

Mit lächelnder Gebärde.

Wir grüßen dich, du Sternenheld:

Willkommen Heiland aller Welt.

Willkommen auf der Erde!

*

Daß Besuch kommt unverhofft,

daß dir jemand Himmelstorte backt

und die dicksten Nüße knackt

daß er dir ein Lied mitbringt

Und von seinen Träumen singt.

*

An Dezembertagen kann es sein,

daß Menschen plötzlich Flügel tragen

und nach Herzenswünschen fragen.

Riesen werden sanft und klein,

laden alle Zwerge ein.

Max von Schenkendorf

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Adventsgedanken
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:15

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.
Bald ist Weihnacht, wie freu  mich drauf`,
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf;
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern`,
wie hab`n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.
Volksgut
.
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Immer ein Lichtlein mehr
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:08

 

.

"Immer ein Lichtlein mehr"

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Haenden sie haelt,
weiss um den Segen!



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Bald ist Weihnachten
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:08

 

 

 

Wenn es draußen friert und schneit!

Und der Christ ist nicht mehr weit!

Wie´s tuschelt in den entferntesten Ecken,

 kichert und lacht!

Überall Bepackt sein, Verstecken, Vorfreude.

Wie anderen Freude man macht!

Hoffen und Wünschen webt feiernd durchs Zimmer.

Ein Heinzelmannwirken.

Im Lampenschimmer mich deucht,

ich sah einen Güldenen Schein.

Guckt da nicht Sankt Nikolaus zum Fenster herein.

Glocken erklingen in weiter Ferne.

Bratäpfelduft aus dem Ofen quall.

Am nachtklaren Himmel

schimmern die Sterne verheißungsvoll.

Und schaue das Treiben und freuen sich

mit bei der eilenden Menschen frohklingendem Schritt.

Friedvolles Hasten weit und breit.

Weihnacht ist nahe. o heimliche Zeit.

verfasser unbekannt

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Advent
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:07

 

Advent

Noch ohne Eis ruht still der See,

trist liegen Feld und Wiesen da,

bereit schon, wie im letzten jahr,

für dieses Winters ersten Schnee.

Im Zimmer steht ein Tisch bereit,

er soll bald an den hohen Tagen

den reichgeschmückten Christbaum tragen.

Es liegt vor uns die Weihnachtszeit.

Viel Licht und Farben in der Stadt,

sie machen Herz und Sinne offen.

Und auch die Börsen, will man hoffen.

Gelobt sei, wer viele Wünsche hat!

Doch sind wir auch fürs Fest bereit?

Nebst Eis und Schnee, statt Tand und Gaben,

wollen Frieden wir und Liebe haben

und schenken Zuwendung und Zeit!

verfasser unbekannt

 

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Im Tale sind die Blumen...
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:06

 

 

Im Tale sind die Blumen nun verblüht

und auf den Bergen liegt der erse Schnee.

Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht.

In Eis verwandelt ist der blaue See.

Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit

und in des Winters Kälte angstvoll gehen.

Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit

nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehen.

Es leuchten fern und sanft aus einem Land

das einstens voll von solchen Lichtern war.

Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand.

Und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar.

Verändert hat die Welt sich hundertmal

in auf und ab, doch sieh, mein Lichtlein brennt!

Durch aller Jahre Mühen, Freud und Qual.

Leuchtet es hell und schön. Es ist Advent

Hilde Fürstenberg 

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Adventsgedanken
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:06

 

 

Adventsgestecke, Tischgestecke,

Weihnachtlich sieht es hier aus.

Der Fensterschmuck festlich und fein,

die Menschen schauen gerne herein.

Mein Besuch grüßt ein Nikolaus,

direkt vor dem Eingang hier am Haus.

Fröhlich bunt ist hier die Welt

Besinnlichkeit auch dazu zählt.

Jedoch bis zum Weihnachtsessen,

sollte man auch jene nicht vergessen,

die das nicht haben und sind allein.

Will nicht nur in Gedanken bei ihnen sein.

Wenn Mitleid allein schon helfen könnte,

sich mancher mehr Gedanken gönnte,

wie es aussieht hier auf Erden!

Muss dazu denn immer erst

Weihnachten werden?

verfasser unbekannt

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Vier Kerzen
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 20:05

 

  Vier Kerzen

* 

 Eine Kerze für den Frieden,

die wir brauchen,

weil der Streit nicht ruht.

*

 Für den Tag voll Traurigkeiten

eine Kerze für den Mut.

 *

Eine Kerze für die Hoffnung

gegen Angst und Herzensnot,

wenn Verzagt sein unsren Glauben

heimlich zu erschüttern droht.

 *

Eine Kerze, die noch bliebe

als die wichtigste der Welt:

eine Kerze für die Liebe,

voller Demut aufgestellt,

 *

Daß ihr Leuchten den Verirrten

für den Rückweg ja nicht fehlt,

weil am Ende nur die Liebe

für den Menschen wirklich zählt.

Elli Michler 

Aus: Ich wünsche dir ein frohes Fest,

© Don Bosco Verlag, München,

6.Aufl. 2003

 

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